2 Fragen, 2 Antworten

Mannheim sucht einen Nachtbürgermeister oder eine Nachtbürgermeisterin, der eine Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung und den lokalen Club- und Barbetreibern sowie feiernden Menschen werden soll. Jetzt gibt es 40 Kandidaten und Kandidatinnen.  

Was passiert da?

Der Nachtbürgermeister oder die Nachtbürgermeisterin soll auf Honorarbasis die Club- und Barszene Mannheims repräsentieren. "Egal, ob es beispielsweise um Lärm oder um Müll auf der Straße geht, ein 'Night Mayor' sollte Gespräche mit Anwohnern und den Kneipen- sowie Clubbetreibern führen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln," sagt der Leiter der Kulturellen Stadtentwicklung Matthias Rauch gegenüber dem SWR

Hier kannst du dir das gesamte Stellenprofil durchlesen. Bis zum 30. Juni konnten sich Interessierte bewerben – insgesamt 40 Menschen wollen den Job nun haben. 17 Personen wurden jetzt für ein Online-Voting ausgewählt, bei dem darüber abgestimmt wird, wer in die engere Auswahl kommt. Hier kannst du sie dir anschauen. 

Und wie läuft das in anderen Städten? 

Einen Nachtbürgermeister gibt es bereits in anderen europäischen Städten, zum Beispiel in London oder Amsterdam. In Amsterdam wird das Amt aktuell von Shamiro van der Geld ausgeführt. Er wurde 2018 für zwei Jahre gewählt und war davor bereits einige Jahre in der Kulturszene Amsterdams aktiv. 

Sein Vorgänger sorgte in der niederländischen Hauptstadt zum Beispiel dafür, dass 24-Stunden-Lizenzen für Clubs vergeben werden dürfen. 2017 organisierte der damalige Nachtbürgermeister Mirik Milan außerdem einen Kongress zum Thema Sexismus und Sicherheit für Frauen im Nachtleben. (nachtburgermeester.amsterdam)


Gerechtigkeit

Erdogan entlässt mehr als 18.000 Staatsbedienstete
Lehrer, Polizisten, Soldaten, Unimitarbeiter

Erdogan hat in der Türkei mehr als 18 000 Staatsbedienstete per Dekret entlassen. Darunter tausende Polizisten, Armeeangehörige, aber auch Lehrer und Universitätsmitarbeiter. Außerdem wurden zwölf Vereine, drei Zeitungen und ein Fernsehkanal geschlossen. Unter den Zeitungen, die ihre Veröffentlichung einstellen müssen, ist die pro-kurdische Zeitung "Özgürlükcü Demokrasi".  

Warum wurden sie entlassen?

Als Grund werden in dem Dekret mutmaßliche Verbindungen zu Terrororganisationen oder Aktivitäten gegen die Staatssicherheit genannt. Erdogan darf solche Dekrete bereits seit dem Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 erlassen, für den er die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen verantwortlich machte. 

Kurz nach dem Putschversuch verhängte er den Ausnahmezustand und ließ mehr als 100 000 Staatsbedienstete wegen angeblicher Gülen-Verbindungen entlassen, mehr als 70 000 Menschen wurden inhaftiert. Erdogan hatte diese Maßnahmen mit dem Kampf gegen Terrorismus begründet.