Bild: Carl Court / Getty Images

Vergangene Woche sprengte sich ein islamistisch motivierter Attentäter im britischen Manchester in die Luft. 22 Menschen starben (mehr dazu bei bento). Wie so oft nach solch einem Anschlag wurden Stimmen gegen die muslimische Community laut. 

Sie hätten zu spät reagiert, kritisieren viele. Sie würden sich nicht um Extremisten in den eigenen Reihen kümmern oder sich vor dem Rest der Gesellschaft verschließen. Der konservative Publizist Piers Morgan etwa schrieb auf Twitter: 

Und natürlich stimmt es: Auf den muslimischen Gemeinden, Clubs und Organisationen lastet eine enorme Verantwortung beim Kampf gegen Terror und Extremismus. 

Doch der Vorwurf, den Attentäter und seinen extremistischen Werdegang ignoriert zu haben, trifft nicht zu, wie der britische "Telegraph" in einer Recherche herausfand. 

Mindestens fünf mal wurde er demnach seit 2012 von Muslimen bei den Behörden gemeldet. 
  • Bereits fünf Jahre vor dem Attentat riefen Bekannte Abedis bei einer Anti-Terror-Hotline an, nachdem dieser gesagt haben soll: "Es ist okay, ein Selbstmordattentäter zu sein." (BBC
  • Auch sei Abedi aus seiner Moschee ausgeschlossen worden, nachdem er den Imam nach einer anti-extremistischen Rede verbal angegriffen hatte. 
  • Die Leitung der Moschee hatte ihn danach bei den Behörden gemeldet (Telegraph).


Die Menschen in Manchester trauern währenddessen auf ihre eigene Weise. Tausende ließen sich aus Solidarität das Symbol der Stadt, die Arbeitsbiene, tätowieren. D

ie Erlöse der Tattoos werden zu hundert Prozent den Familien der Opfer des Anschlags gespendet (bento).

So sehen die Tattoos aus: 
Die Menschen standen vor dem Studio Schlange und warteten zum Teil mehrere Stunden auf ihr Tattoo.
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Queer

Das Weiße Haus wollte auf einem Gruppenfoto den schwulen "First Husband" verschweigen

Im Jahr 2017 sollte gleichgeschlechtliche Liebe eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn ein Foto die Ehepartner der Staats- und Regierungschefs vereint – und unter den First Ladys auch ein schwuler Ehemann auftaucht – dann ist das also nicht der Rede wert.

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