Bild: dpa/Julian Stratenschulte
Zwei Fragen und zwei Antworten zur möglichen Gesetzesänderung

Die mallorquinische Regierung versucht schon seit Jahren gegen den Sauftourismus und seine Nebenwirkungen vorzugehen. Schon bald soll mit dem All-Inclusive-Alkohol in den zahlreichen Hotels Schluss sein. Wie die "Mallorca Zeitung" schreibt, soll die Regierung derzeit ein entsprechendes Gesetz vorbereiten.

Was soll sich ändern?

  • Das All-Inclusive-Paket soll nur während der Essenszeiten gelten. Zum Essen einen Wein trinken, soll also möglich sein.
  • Außerhalb der Essenszeiten müssen die Gäste für Alkohol bezahlen.
  • Selbstbedienung wird es nicht mehr geben. Kühlschränke, aus denen sich die Urlauberinnen und Urlauber Bier herausnehmen können, werden bald also nicht mehr genutzt. (Mallorca Zeitung)

Warum soll das Gesetz geändert werden?

Die Regierung möchte durch die Gesetzesänderung die ausartenden Partys, von denen sich Anwohnerinnen und Anwohner gestört fühlen, vermeiden. Auch die Zahl der Unfälle möchte man mit dem All-Inclusive-Verbot eindämmen. Erst am Montag starb ein deutscher Tourist, weil er im betrunkenen Zustand vom Balkon seines Hotels stürzte. Es ist das achte Mal, dass ein Tourist in dieser Saison abstürzt. (bento)

Darf die Regierung überhaupt All-Inclusive-Angebote verbieten?

Da es sich nicht um ein Verbot handelt, sondern "um eine Definition des rechtlich möglichen All-Inclusive-Angebots", wahrscheinlich schon. Solange Gratis-Alkohol weiter zum Angebot gehört – in den Mallorca-Plänen tut er das, aber eben nur während der Mahlzeiten. Das hat die "BILD" beim Tourismusministerium erfragt. 

Und Rechtsanwalt Arndt Kempgens ergänzt, dass er das Verbot kritisch sehe: "Ein entsprechendes Verbot würde einen erheblichen Eingriff in die Berufsfreiheit der Betriebe bedeuten." Außerdem habe das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu gelten: Kann das beabsichtigte Ziel, weniger Alkoholkonsum, mit so einer Regelung überhaupt erreicht werden? Das ist zweifelhaft. (BILD)


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