Bild: WDR/Max Kohr
So war der Talk bei Maischberger.

Wie diskriminierend ist unsere Sprache wirklich? Über diese Frage wollte Moderatorin Sandra Maischberger diskutieren – mit Bushido und der Feminismus-Aktivistin Marlies Krämer.

Anlässe gibt es aktuell genug: Sei es die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, dass die Sparkassen auch ihre Kundinnen weiterhin generell männlich ansprechen dürfen, herabwürdigende Worte in der Rap-Musik oder auch Bezeichnungen im Alltag wie "Zigeunerschnitzel".

Zu Gast waren neben dem Rapper Bushido auch der ehemalige Nachrichten-Moderator Peter Hahne und per Live-Schalte eben Marlies Krämer. Die 80-Jährige hatte erfolglos gegen die Sparkassen geklagt, weil sie in Briefen ihrer Bank stets als "Kunde", "Sparer" oder "Kontoinhaber" bezeichnet, also männlich angesprochen, wurde (bento). 

Außerdem waren die "EditionF"-Chefredakteurin Teresa Bücker, die Schauspielerin Annabelle Mandeng und der Kabarettist Florian Schröder da. 

War es das? Wo waren die Sprachwissenschaftler?

Nutzern auf Twitter fiel auf, dass es eigentlich schade ist, dass bei diesem Thema keine Sprachwissenschaftler unter den Gästen waren. Ein Wissenschaftler hätte einige Diskussionspunkte bestimmt gut einordnen können. 

Stattdessen saß Bushido ("Na klar interessiert mich dieses Thema, sonst säße ich ja nicht hier.") im Studio. Bei den Zuschauern kam er eher weniger gut an:


Und was ist nun? Ist unsere Sprache fremden- und frauenfeindlich?

Die Runde bei Maischberger war sich zumindest in einigen Dingen einig: Die Zeile "mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen" von Kollegah und Farid Bang (bento) ist grenzüberschreitend und das "N-Wort" ein absolutes Tabu.

Uneinig blieben Maischbergers Gäste in der Frage, wie sinnvoll eine geschlechtergerechte Sprache sei. Statt über geschlechtergerechte Sprache solle man lieber über gerechte Löhne diskutieren. 

Marlies Krämer betonte: "Sprache ist Ausdruck von Denken und Handeln, sie bestimmt unsere gesamte Gesellschaft", wenn wir sprachlich diskriminieren, breite sich das auf alle Bereiche aus. 

Peter Hahne blieb dabei, auch weiterhin "Zigeunerschnitzel" sagen zu wollen – gab aber gleichzeitig zu, dass "Sinti und Roma" und das "N-Wort" nicht korrekt seien. 

Am besten auf den Punkt gebracht hat es eigentlich Teresa Bücker:

Es gibt Leute, die fühlen sich von diesen Begriffen diskriminiert. Wieso respektieren wir sie nicht einfach?

Fühlen

Was du tun kannst, wenn ein wichtiger Mensch plötzlich schwer krank wird
In Ruhe lassen oder vorbeikommen?

Plötzlich kann die beste Freundin oder der beste Freund abends nicht mehr mit zum Sport, am Wochenende durch die Kneipen ziehen oder spontan mit nach Prag fahren. Wir wollen uns diese Situation nicht vorstellen, trotzdem tritt sie manchmal ein: Jemand, der uns nahe steht, wird krank. Die Partnerin hat Krebs, der Vater sitzt nach einem Motorradunfall im Rollstuhl. 

Dann wollen wir da sein, helfen und vernünftig reagieren. Wie geht das? Wir haben Klaus Seifried vom Berufsverband Deutscher Psychologen gefragt.