Bild: dpa / Jens Wolf
Was wir wissen — und was wir nicht wissen.
Was ist passiert?

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat eine Gruppe von 20 bis 30 Männern in Magdeburg Flüchtlinge angegriffen. Dabei soll sich um fünf bis sechs syrische Asylbewerber gehandelt haben.

Was wir wissen
  • Der Angriff wurde von Zivilpolizisten bemerkt. Die dunkel gekleideten Angreifer flüchteten, als die Beamten Pfefferspray einsetzten. Bei der anschließenden Fahndung wurde ein 24-Jähriger festgenommen, der bei der Polizei bekannt ist. (Volksstimme)
  • Zwei der Angegriffenen, 26 und 25 Jahre alt, erlitten Verletzungen im Gesicht und mussten ambulant behandelt werden. (Volksstimme)
  • Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
  • Rechtsextreme Hooligans hatten sich bereits am Freitagabend auf Facebook zu einer Gewaltaktion verabredet. Die Polizei hat einen entsprechenden Bericht des MDRs bestätigt. (FAZ)
  • Ein rechter Hooligan hatte detailliert über einen Fall sexueller Nötigung an einer 19-Jährigen berichtet. Daraufhin verabredeten sich die Hooligans offenbar zur Selbstjustiz. (taz)
  • Nach dem sexuellen Übergriff am Freitag war ein Verdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich offenbar um einen Asylbewerber. (Volksstimme)
Was wir nicht wissen
  • Ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht zwischen dem Plan der rechtsextremen Hooligans und der Tat. Die Polizei ermittelt.
  • Woher einer der Hooligans bereits frühzeitig und detailliert von dem sexuellen Übergriff wusste. Es ist allerdings derselbe, der auf einem Facebook-Foto mit einem Polizisten posiert und für die Polizei offenbar Kampfsportübungen durchführt. (taz)

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