Bild: dpa/Sebastian Kahnert
Jetzt nimmt er plötzlich alles zurück.

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist noch keine drei Stunden her, da postet Pegida-Gründer Lutz Bachmann folgenden Satz auf Twitter:

Ob der Tunesier Anis Amri wirklich den Lkw in den Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert hat, ist auch am Donnerstag immer noch nicht klar.

Allerdings liegt Bachmann richtig, ein Tunesier ist dringend verdächtig, die Polizei fahndet derzeit nach Amri.

Das Erstaunliche: Die Polizei hatte ihren Verdacht zum Zeitpunkt von Bachmanns Posts noch nicht veröffentlicht.

Erst am Mittwoch schreiben erste Medien von dem Verdacht, wenig später bestätigt es auch die Polizei.

Gibt es also, wie Bachmann behauptet, tatsächlich ein Leck bei der Polizei?

Verrät ein Beamter vertrauliche Infos an den Gründer von Pegida? Oder will sich Bachmann nur wichtig machen?

Bachmann selbst schreibt zunächst explizit, woher er die Info haben will: von der "Polizei Berlin".

Weiter schreibt Bachmann, es sei einfach gewesen, die Infos zu bekommen. Es brauche nur die richtigen Kontakte und einen Whistleblower, der genug von den Lügen habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bachmann mit vertraulichen Informationen aus den Reihen der Polizei in Verbindung gebracht wird.

2015 ermittelte bereits die Dresdner Polizei, weil Bachmann Screenshots von internen Informationen der Polizei auf seinem Facebook-Profil gepostet hatte. Es handelte sich nicht um Original-Dokumente, allerdings seien die Informationen echt gewesen, bestätigte die Polizei damals.

Am Donnerstag nimmt Bachmann dann plötzlich alles zurück. Jetzt will er die Nationalität des Verdächtigen doch wieder nur geahnt haben.

Das ganze Gerede von der Quelle bei der Polizei. Alles also nur eine Lüge?

Inzwischen hat sich auch die Polizei zu dem Tweet geäußert. Bachmann habe spekuliert, sagte ein Sprecher zu Zeit Online. Er habe mit seinem Tweet einen "kuriosen, bizarren Treffer gelandet".

Demnach sei der Ausweis des Tunesiers erst am Dienstagnachmittag gefunden worden – Stunden nach Bachmanns Tweet.


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