Bild: dpa/Arno Burgi

Anfang November hatte Lutz Bachmann von der Stadt Dresden ein Pegida-Verbot erhalten. Dem Pegida-Chef war untersagt worden, die islamfeindlichen Demonstrationen ab sofort als Versammlungsleiter zu organisieren. Auch sein Vize Siegfried Däbritz war gesperrt worden. (bento I)

Dagegen sind Bachmann und Däbritz im Eilverfahren vorgegangen. Und haben nun recht bekommen. Das Dresdner Verwaltungsgericht entschied am Donnerstag, Bachmann stattzugeben ("Sächsische Zeitung"). Bachmann darf also wieder führen.

Warum hat das Gericht das Demo-Verbot gekippt?

Ein genereller Ausschluss einer Person von der Versammlungsleitung sei durch das Versammlungsgesetz nicht abgedeckt, heißt es in der Begründung. Pauschale Sperren darf es also nicht geben. Die Stadt Dresden hatte zuvor behauptet, dass Lutz Bachmann nicht den besonderen Anforderungen eines Demo-Leiters genüge.

Und warum wollte die Stadt Bachmann überhaupt sperren?

Er hatte am Tag der Deutschen Einheit eine unangemeldete Demo organisiert. Auf der hatten Demonstranten rassistische Parolen gebrüllt und unter anderem Goebbels-Zitate hochgehalten (bento II). Bachmann selbst hatte diese Vorwürfe als "belanglos" abgetan. Das Verwaltungsgericht gibt hier immerhin der Stadt recht: Die Verstöße waren keinesfalls "belanglos" – stattdessen sei durch die Pegida-Aktion die öffentliche Sicherheit und Ordnung durchaus gefährdet gewesen.

Wie menschenfreundlich der Pegida-Chef ist, zeigt auch ein anderes Urteil: Erst am Mittwoch war Bachmann rechtskräftig wegen herabwürdigender und hetzerischer Beleidigungen von Flüchtlingen verurteilt worden. Er muss 9600 Euro Strafe zahlen ("Sächsische Zeitung").

Flucht ins Ausland geht übrigens nicht:


Tech

Ja, Lara Croft hat große Brüste und eine schlanke Taille – aber das ist nicht das Problem

Lara Croft mit Oberschenkeln, (geschätzter) Körbchengröße B und ein wenig Bauchansatz – das kann ja nur Game-Utopie sein! Oder auch nicht, wie Bulimia.com zeigt, die Webseite bietet Hilfe für Menschen mit Essstörungen an.

Die Seite präsentiert nicht nur Croft mit normalen Proportionen, sondern auch gleich neun weitere Spielekolleginnen. Die Photoshop-Montagen zeigen, wie weibliche Videospielcharaktere mit den durchschnittlichen Körpermaßen einer amerikanischen Frau aussehen würden. Damit will die Initiative zeigen, wie unrealistisch das Körperbild in Videospielen ist – und vor allem essgestörten Frauen dabei helfen, das zu erkennen.

Im Prinzip keine schlechte Idee, aber so richtig sinnvoll erscheint dieser Ansatz nicht: Es gibt andere Aspekte, über die es sich wirklich lohnt, sich Gedanken zu machen.