Der Pegida-Chef Lutz Bachmann soll an der Einreise nach Großbritannien gehindert worden sein. Anstatt in London auftreten zu dürfen, wurde er in eine Abschiebeeinrichtung gesteckt – und musste am Sonntagmorgen wieder zurück nach Deutschland fliegen. Das behauptet Bachmann nun auf Facebook

In London wollte Bachmann im Hyde Park auftreten. Dort darf jeder öffentlich Reden halten, egal zu welcher Sache. Bachmann hatte vor einigen Tagen angekündigt, dort eine Rede des Identitären Martin Sellner lesen zu wollen. Die Rede hatte Sellner ursprünglich selbst halten wollen – er war vergangene Woche jedoch an der Einreise gehindert worden. (Mehr dazu bei bento)

Wie zuvor bei Sellner hatten die britischen Behörden nun wohl auch beim Pegida-Chef kein Interesse an einem Auftritt.

Laut Bachmann wurde er in ein "Detention Center" gesteckt – das ist eine Abschiebeeinrichtung, in der illegal Eingereiste auf ihren nächsten Rückflug warten müssen. In einem Facebookvideo sagt er, die Beamten hätten ihn freundlich behandelt – "die machen ja auch nur ihren Job". Außerdem zeigt er ein Foto mit dem Abschiebebescheid:

Warum wurde Bachmann an der Einreise gehindert?

Es gibt bislang keine Äußerungen der britischen Behörden zu dem Fall. Allerdings dürfte die Festsetzung die gleichen Gründe haben wie zuvor bei dem Identitären Sellner. Sellner wollte sich mit Rechtsextremen in Großbritannien treffen – die Behörden fürchteten eine hetzerische Rede im Hyde Park. 

Bachmann hatte nun angekündigt, genau diese Rede zu halten. Er beruft sich auf sein Recht der freien Meinungsäußerung.

Aus dem mutmaßlichen Kurzaufenthalt versucht Bachmann trotzdem, Kapital zu schlagen. Er hat heimlich ein Räumen gefilmt, die das "Detention Center" zeigen sollen. Die Aufnahmen hat Bachmann mit einem hingeschmuggelten Handy gemacht und auf Facebook hochgeladen, sagt er.

Das Video inszeniert er auf Facebook als Beweis einer angeblichen "Islamisierung" Großbritanniens.

Er schreibt: "Korane, Gebetsteppiche, an der Decke Pfeil Richtung Mekka... läuft in England!" Im Video ist dann jedoch keine Moschee von innen zu sehen – sondern nur ganz normale Büroräume. 

Die Wände sind weiß gestrichen, es gibt Infobroschüren, in einem Regal liegt eine Koranausgabe und ein zusammengefalteter Teppich. An einer Wand hängt eine Tafel mit Bildern, die verschiedene kostenlose Speisen für die Wartenden zeigen. Auf der Tafel ist auch ein Zertifikat angebracht, das das Essen als "halal" ausweist – es entspricht also islamischen Speiseregeln.

Am Montag will Bachmann mit dem ehemaligen AfD-Landeschef von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, in Dresden bei Pegida auftreten. Dort wird er die verhinderte Reise sicher weiter ausschlachten.

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