Die rechte Webseite "Breitbart" hat versehentlich von Lukas Podolski ein Bild veröffentlicht und ihn da mit Schleuserkriminalität in Verbindung gebracht – jetzt hat die Seite das Bild wieder gelöscht und sich dafür entschuldigt. (Süddeutsche)

Was war passiert?

Die britische Ausgabe "Breitbart" übernahm am Freitag eine Meldung der Nachrichtenagentur Afp, wonach die spanische Polizei eine Schmugglerbande hochgenommen hatte, die Migranten auf Jetskis über das Meer schleusen. (bento)

Bebildert wurde diese Meldung mit einem Foto von Lukas Podolski, der mit einem anderen Mann auf einem Jetski über das Wasser rast. Lukas Podolski – ein Schmuggler? Ein Flüchtling? Beides trifft wohl nicht zu.

Das Bild stammt aus dem Jahr 2014, es entstand während der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien.

So witzig reagierten Twitter-Nutzer:
"Äh, Breitbart? Das ist Lukas Podolski. Deutscher Fußballer. Weltmeister 2014."
"Gut, dass er sich was zu tun sucht"
"Diesen Job in Japan macht er offensichtlich nur nebenher."
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Nach zahlreichen Beschwerden hat jetzt auch "Breitbart" gemerkt, dass das Foto alles andere als passend ist. 

Es gebe keine Beweise, dass Podolski zu einer Schlepperbande gehöre oder selbst Flüchtling sei.

"Breitbart" ist vielen unter anderem deshalb bekannt, weil die Seite von Trumps umstrittenem Ex-Berater Stephen Bannon gegründet wurde. 

Wie reagierte Poldi?

Poldi, der gerade beim japanischen Verein Vissel Kobe spielt, war gar nicht begeistert. Über seinen Manager ließ er ausrichten, dass er einen Anwalt eingeschaltet hat.


Gerechtigkeit

Wie unterscheiden sich deutsche Nazis und die Alt-Right? 4 Thesen

Spätestens seit den Ausschreitungen in Charlottesville ist klar, dass es in den USA ein wachsendes Problem mit Rechten gibt: Bei einem Aufmarsch, bei dem sich Neonazis, Militante und Rechtspopulisten zu einer gemeinsamen Demo versammelt hatten, fuhr ein Auto in eine Menschenmenge und tötete dabei eine Frau.

Unter dem Motto "Unite the Right" kamen  dabei ideologisch völlig verschiedene Strömungen erstmals zusammen (bento). Trump spielte die Ereignisse hinunter, es hätten auch viele "anständige" Menschen demonstriert; nicht jeder sei ein Nazi.

Das sind die rechten Gruppierungen in den USA: