Drum poste weise, wer sich vertraglich bindet.

Luka Sabbat, 20, ist laut Instagram-Biografie Stylist, Unternehmer und Champion. Er hatte was mit einer von den Kardashians und ihm folgen 1,4 Millionen Menschen auf Instagram.

Kurz: Luka Sabbat ist genau der Typ, den Firmen bezahlen wollen, um für ihre Produkte zu werben. Luka Sabbat ist der geborene Influencer.

Eigentlich. Denn mit dem Influencen läuft es bei ihm momentan leider nicht so: Eine PR-Agentur verklagt ihn, weil er nicht wie vereinbart geworben hat. (Business Insider)

Was wollte man denn von ihm?

Luka Sabbat sollte Werbung für die Snapchat-Brille "Snap Spectacles" machen, ein Gerät, das Aufnahmen direkt in die App lädt. Vertraglich vereinbart war, dass Sabbat Fotos und Storys von sich mit der Brille bei Instagram postet. 

Zwei davon sollten bei Fashion Weeks in New York, Mailand oder Paris aufgenommen sein, außerdem sollte es einen "Swipe-Up"-Link zum Kaufen der Brille geben. Alle Posts sollten vorher mit der Agentur abgesprochen werden.

Für das alles sollte er 60.000 Dollar bekommen – 45.000 bekam er direkt ausgezahlt.

Was machte er tatsächlich?

Sabbat veröffentlichte einen einzigen Post von sich und der Brille – allein, an einem Esstisch, mit einer Banane am Ohr. Die Fashion Week ist das ganz sicher nicht. Und die "Spectacles" sind eigentlich überhaupt nicht zu erkennen, es könnte sich genauso gut um eine ganz normale Sonnenbrille handeln.

Mit der Agentur abgesprochen war dieser Post natürlich auch nicht. (Quartz)

Das war nicht, was sich die PR-Agentur von Snapchat vorgestellt hatte.

Also verlangte die Agentur von Sabbat die bereits gezahlten 45.000 Dollar zurück. Dieser gab zwar zu, dass er den Vertrag nicht erfüllt hat – das Geld wollte er allerdings nicht zurückgeben.

Na gut, dann eben auf die harte Tour, dachte sich die Agentur und verklagte ihn daraufhin wegen Vertragsbruch und ungerechtfertigter Bereicherung. Plus Zinsen und Anwaltshonorar – macht nun 90.000 Dollar. Ob er diese tatsächlich zahlen muss, wird nun ein Gericht entscheiden. 


Gerechtigkeit

"Macht euch nicht wehrlos": Warum der Freiburger Polizeipräsident an die Falschen appelliert

Am 14. Oktober wurde eine 18 Jahre alte Frau in Freiburg vergewaltigt. Acht Männer im Alter von 19 bis 29 Jahren sitzen als Tatverdächtige in Untersuchungshaft. 

Die Frau war an dem Abend in einem Club feiern, als ein Mann ihr ein Getränk anbot, das sie annahm. So erzählt sie es später. Der Mann soll etwas in den Drink gemischt haben, das sie wehrlos machte. Später, sagt sie, habe er sie in einem Gebüsch vergewaltigt. Danach hätten sich noch weitere Männer an ihr vergangen. (SPIEGEL ONLINE)

In einem SPIEGEL-Interview äußerte sich jetzt der Freiburger Polizeipräsident Bernhard Rotzinger zu dem Fall. Er sagte, er halte die Sicherheitslage in Freiburg auch nach der Gruppenvergewaltigung für stabil. Und dann fiel dieser Satz: