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Was ist passiert?

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat entschieden, dass die Tragödie der Loveparade in Duisburg doch noch vor Gericht aufgearbeitet wird (Pressemeldung Oberlandgericht). 2010 sind bei einer Massenpanik während des Festivals 21 Menschen gestorben, mehr als 600 wurden verletzt

Warum ist das wichtig?

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hatte im Februar 2014 Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen insgesamt zehn Beschuldigte erhoben – den Duisburger Stadtentwicklungsdezernenten Jürgen Dressler sowie fünf Mitarbeiter des städtischen Bauamts und vier Verantwortliche des Veranstalters Lopavent. Das Landgericht wies die Klage jedoch im März vergangenen Jahres zurück. Das war für Betroffene und Angehörige ein Schlag ins Gesicht (SPIEGEL ONLINE).

Wie geht es jetzt weiter?

Die Staatsanwaltschaft sowie diverse Nebenkläger haben gegen den Beschluss sofortige Beschwerde eingelegt. Das Oberlandesgericht hat nun die Eröffnung eines Verfahrens erlaubt – eine Verurteilung der Beschuldigten sei "hinreichend wahrscheinlich".


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Hack-Angriffe und Netz-Betrug nehmen in Deutschland massiv zu

Die Cyberkriminalität nimmt in Deutschlnand zu – und zwar um ganze 80 Prozent. 2016 hat die Polizei über 82.000 Fälle von Straftaten registriert, die mit Hilfe des Internets verübt wurden. Im Vorjahr waren es noch gut 45.000 gewesen. (Die Welt)

Das geht aus den neuen Kriminalitätszahlen hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) heute in Berlin vorstellt.