Bild: Victoria Jones/PA Wire/dpa
Das Wichtigste in drei Antworten

Ein Mann ist am Dienstagmorgen mit einem Auto vor dem Londoner Parlament in eine Gruppe von Radfahrern gefahren. Der mutmaßliche Attentäter wurde festgenommen, ihm wird die Planung und Ausführung einer Terrorattacke sowie versuchter Mord vorgeworfen.

Was ist passiert?

  • Der Mann hatte gegen halb acht mit seinem Auto Absperrungen durchbrochen und war in einer Gruppe von 15 Radfahrern und Fußgängern gefahren.
  • Eine Frau wurde schwer verletzt, zwei weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen.
  • Der Fahrer wurde festgenommen, gegen ihn wird nun wegen Terrorverdachts ermittelt. 
  • Videoaufnahmen zeigen Polizisten mit Waffen im Anschlag, die eine Person aus dem schwer beschädigten silberfarbenen Ford Fiesta zerrten. Hubschrauber kreisten über Westminster Palace, überall standen Polizeifahrzeuge.
Im Moment behandeln wir das als terroristischen Vorfall, und die Anti-Terror-Einheit leitet jetzt die ‎Ermittlungen.
Mitteilung von Scotland Yard

Was ist über den Täter bekannt?

  • Der mutmaßliche Attentäter ist 29 Jahre alt und Brite mit ausländischen Wurzeln.
  • Er lebte der "Times" zufolge früher in Birmingham, in der Nähe jenes Mannes, der im März 2017 ein Attentat vor dem Londoner Parlament verübte und fünf Menschen tötete, bevor er von der Polizei erschossen wurde.
  • Es ist unklar, ob sich die beiden kannten.
  • In Großbritannien soll er studiert haben.
  • Zuletzt lebte er in einer kleinen Wohnung in Birmingham. Er sei unauffällig im Verhalten gewesen und wollte nach langer Zeit wieder seine Familie besuchen, sagte sein Bruder der BBC.
  • Dem Inlandsgeheimdienst war der Täter zuvor nicht aufgefallen. Er soll aber der Polizei bekannt sein. 

Wie sieht es vor Ort in London aus?

  • Zunächst waren mehrere Straßen gesperrt. Vor Ort waren Dutzende bewaffnete Polizisten. Auch mehrere Krankenwagen eilten an den Einsatzort. 
  • Die U-Bahn-Haltestelle Westminster wurde geschlossen.
  • Seit einem Anschlag im März 2017 ist das Parlament von einer Sicherheitsbarriere aus Stahl und Beton umgeben. 
  • Die Sicherheitsvorkehrungen am Parlament mitten in London werden jetzt noch weiter verstärkt. Das kündigte die Chefin von Scotland Yard, Cressida Dick, an. Denkbar sei auch, dass die Umgebung des Parlaments zur Fußgängerzone umgestaltet werde. Dies müsse aber unter anderem mit dem Parlament und dem Bürgermeister von London abgestimmt werden. 

Mit Material von dpa


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