Bild: Moises Castillo/dpa

Es war witzig gemeint: Das Video, das Formel 1-Fahrer Lewis Hamilton über Weihnachten als Story auf Instagram veröffentlichte, zeigt seinen Neffen, der ein Prinzessinnenkleid trägt.

Hamilton sagt darin: "Ich bin gerade traurig. Schaut euch meinen Neffen an." Dann schwenkt er zu dem kleinen Jungen in seinem Kleid, der außerdem einen Zauberstab in der Hand hält.

Der 32-jährige Sportler fragt ihn: "Warum trägst du ein Prinzessinnenkleid? Ist das dein Weihnachtsgeschenk?" 

Als der Junge lacht, sagt Hamilton: "Warum hast du dir das gewünscht? Jungs tragen keine Prinzessinnenkleider."
Das kam bei vielen Nutzern nicht gut an.

Sie kritisierten, dass Hamilton seinen Neffen so vorführte  – und eine diskriminierende Botschaft aussendete, die bereits Kinder zu einem stereotypen Geschlechtsbild erziehe. 

Es ist mir egal, was Lewis denkt: Man putzt doch nicht öffentlich ein Kind runter, dass sich unschuldig über etwas freut – vor allem, wenn du ein Star bist und Menschen zu dir aufschauen.
Es macht mich traurig, ich kann nicht verstehen, warum sich jemand über ein glückliches Kind lustig machen würde.

Hamilton löschte das Video daraufhin von seinem Instagram-Account und entschuldigte sich öffentlich dafür. Auf Twitter schrieb er: "Ich wollte niemandem wehtun und niemanden beleidigen. Ich liebe es, dass mein Neffe sich frei genug fühlt, um sich zu entfalten – so wie wir alle es sollten." 

Er habe verstanden, dass sein Verhalten inakzeptabel war, schrieb er weiter und fügte hinzu: "Ich war immer dafür, dass jeder sein Leben genau so lebt, wie er will und hoffe, dass mir vergeben werden kann."


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