Bild: dpa/ Erik S Lesser

In Deutschland sind derzeit vier Ku-Klux-Klan-Gruppen (KKK) aktiv. Die Bundesregierung geht allerdings von einer "sehr geringen Mitgliederzahl" aus, heißt es in den Antworten auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei.

"Die deutschen KKK-Gruppierungen stellen innerhalb des deutschen Rechtsextremismus lediglich ein Randphänomen dar." (sueddeutsche.de/ Kleine Anfrage der Linkspartei)

Was ist der Ku-Klux-Klan?

Der Ku-Klux-Klan hat seinen Ursprung in den USA. Die meisten Anhänger des Geheimbundes leben in den Südsaaten; sie sind rassistisch und gewaltbereit. Es geht ihnen vor allem um die Unterdrückung der Schwarzen.

Weltweit verherrlichen die Anhänger den Nationalsozialismus und sind der Meinung, man müsse die "weiße Rasse" verteidigen.

Wie gewaltbereit sind die Klan-Anhänger in Deutschland?

Die Bundesregierung geht von keiner hohen Gefahr aus. Die Linken-Politikerin Martina Renner schätzt das allerdings Problem größer ein. Die geringe Mitgliederzahl dürfe nicht über die Gefahr hinwegtäuschen, die von solchen Organisationen ausgehe, sagte Renner der "Süddeutschen Zeitung".

Was ist über die Taten deutscher Klan-Anhänger bekannt?

Seit 2001 haben deutsche Ermittler 68 Straftaten mit Bezügen zum KKK erfasst. Hauptsächlich ging es dabei um die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, also zum Beispiel dem Hakenkreuz.

Zuletzt hat sich das sogenannte Gemeinsame Extremismus- und Terrorabwehrzentrum im Mai mit dem Klan befasst. Dabei sei es um eine mögliche Kreuzverbrennung, dem Zeigen der Hakenkreuzfahne und das Singen verfassungsfeindlicher Lieder gegangen, heißt es in dem Bericht.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet auch von Mordversuchen der Klan-Anhänger in den vergangenen Jahrzehnten. 1992 hatte eine Gruppe in Brandenburg versucht, einen Afrikaner zu töten, der schwer verletzt überlebte. Wenige Monate später erschlug ein Klan-Mitglied in Berlin einen Obdachlosen.

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Gerechtigkeit

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