Bild: Imago
Die Begründung: Kunstfreiheit.

Voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien, aber nicht strafbar – so lautet das Urteil der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen gegen die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang jetzt eingestellt hat. 

Was ist passiert?

Konkret ging es um diese beiden Zeilen aus dem umstrittene Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3":

  • "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow"
  • "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen"

Das Album wurde mit einem "Echo" ausgezeichnet, die beiden Künstler und die Plattenfirma wurden wegen der antisemitischen Songzeilen von Künstlerkolleginnen und -kollegen und der Politik hart kritisiert (bento). Danach wurde der Echo abgeschafft und die Plattenfirma beendete die Zusammenarbeit mit den beiden Rappern. (bento)

Trotzdem gingen nach der Preisverleihung mehrere Strafanzeigen gegen Farid Bang und Kollegah ein und zunächst auch gegen den Vorstandschef der Plattenfirma BMG, Hartwig Mausch. Daher wurden die Texte auf strafrechtliche Relevanz geprüft.

Was hat die Staatsanwaltschaft genau gesagt?

Die Inhalte seien zwar menschenverachtend und vulgär, weil sie aber damit dem Genre "Gangsta-Rap" gerecht werden, sei dies nicht strafbar. So heißt es in der Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Denn auch für diese Musikrichtung gelte die in der Verfassung verankerte Kunstfreiheit

Was sagen Farid Bang und Kollegah dazu?

Die haben sich bisher nicht zu dem Urteil geäußert. Allerdings haben sie nach der schweren Kritik an ihren Texten etwas Aufarbeitung geleistet und das Konzentrationslager Auschwitz besucht. Damit sind sie der Einladung des Internationalen Auschwitz-Komitees gefolgt (bento). 

Christoph Heubner, Vizepräsident des Auschwitz-Komitees, hatte die Rapper bei dem Rundgang begleitet. Er zeigte sich danach zufrieden:

"Für die Auschwitz-Überlebenden ist der Besuch der Rapper eine Genugtuung und auch eine Geste an ihre jungen Fans, dass Hass, Menschenverachtung und Antisemitismus in keiner Kunst einen Platz haben sollten."

Mit Material von dpa


Fühlen

"Bachelor in Paradise" bekommt eine zweite Staffel

Sich zu verlieben, kann einfach nur nervig sein. So viel Auswahl, aber wer passt wirklich zu einem? RTL hilft da ja bekanntlich gerne weiter – schließlich kurbelt die Liebe das Geschäft an. Jüngst traf sich bei "Bachlor in Paradise" ein Sammelsurium aus vergangenen "Bachelor"- und "Bachelorette"-Kandidaten und Kandidatinnen. Sie bekamen auf einer Insel in Thailand die Chance, endlich die Liebe ihres Lebens zu finden.

Alle Fans dürfen sich jetzt freuen: Es wird eine zweite Staffel geben – mit neuen alten Kandidaten.