Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
Jetzt wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt

Ein Getränkehändler in Köln hat mit einer einzigen Pfandflasche mehr als 44.000 Euro verdient. Doch seine Masche flog auf: Der Mann wurde nun zu einer Haftstrafe verurteilt, berichtet der SPIEGEL.

Was ist passiert?

Der Mann hatte einen Pfandautomaten in seinem Keller aufgestellt und ihn mit Brettern und einem Magnetsensor so umgebaut, dass die Flaschen, die er in den Automaten steckte, nicht wie sonst üblich sofort zerstört wurden. Er konnte eine einzige Flasche also immer wieder und wieder in den Automaten legen. Oft. Sehr oft. Insgesamt 177.451 Mal. Eine müheselige Angelegenheit. Bei seiner Anhörung vor dem Amtgericht Köln berichtete der Getränkehändler offen: "Ich habe mir ein Radio daneben gestellt, weil mir langweilig wurde." 

Der Fleiß war es wert – zumindest zunächst. Durch die entstandenen Bons ließ sich der Getränkehändler 44.362,25 Euro auszahlen. Alles unter dem Vorwand, Kunden hätten bei ihm Flaschen abgegeben. 

Doch lange hielt das finanzielle Glück nicht. Die Masche wurde entdeckt, der Mann angeklagt. Das Amtsgericht Köln verurteilte ihn nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu zehn Monaten Haft auf Bewährung.

Ist der Kölner ein Einzelfall?

Nein, ganz im Gegenteil. Immer wieder versuchen Kriminelle das deutsche Pfandsystem auszuhebeln. Das ist oftmals schwer zu verfolgen, da die Summen, die hier eingenommen werden meist sehr klein sind. Laut der "Deutschen Pfandsystem GmbH", also der Gesellschaft, die für die Abwicklung des Systems zuständig ist, liegt der jährliche Pfandbetrug bei etwa 100 Millionen Euro

Dabei gehen Betrüger teilweise sehr einfach, teilweise sehr raffiniert vor. So gibt es Fälle, bei denen pfandfreie Flaschen aus dem Ausland nach Deutschland gebracht, umetikettiert und dann abgegeben wurden. Andere Betrüger brechen in Getränkemärkte ein und versuchen, Pfandautomaten mittels eigener Software zu hacken. 


Food

Das ultimative Battle: Ketchup versus Mayo – was ist gesünder?
Klären wir das, ein für alle Mal!

Pommes unterteilen die Menschheit in drei Typen: Den Mayonnaise-, den Ketchup- oder den Schranke-Typ. Über die Zugehörigkeit sollte natürlich einzig und allein der persönliche Geschmack entscheiden. Wer Pommes isst, sündigt eh – da kommt es auf die Soße auch nicht mehr an.