Bild: Diego Diaz/Icon Sportswire via Getty Images

Der Klimawandel lässt die Meeresspiegel offenbar wesentlich schneller ansteigen, als bislang gedacht. Und auch die Höhe soll sich drastisch verändern: Bis 2100 könnte das Meer 1,70 Meter höher sein, als heute. Das berichten Wissenschaftler des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in einem Papier, das dem NDR vorliegt (Tagesschau).

Was haben die Forscher herausgefunden?

Der Bericht hat drei zentrale Aussagen:

  • Die Meere steigen bis 2100 deutlich schneller an, als bislang erwartet.
  • Der Anstieg wird noch stärker als bislang angenommen.
  • Sollten die großen Gletscher an Nord- und Südpol kollabieren, könnte der Anstieg noch stärker sein.
Woher stammen die Informationen?

Die Zahlen stammen aus einem internen Bericht, den Wissenschaftler für das Bundesverkehrsministerium erstellt haben. Die Forscher haben dafür zahlreiche Studien ausgewertet, in denen der Anstieg der Meeresspiegel untersucht wurde. 

Die bisherigen Schätzungen stammen vom Weltklimarat, der die Entwicklung ebenfalls regelmäßig untersucht.

In der Slideshow: Künstlerin Hannah Rothstein will auf den Klimawandel aufmerksam machen – mit eindringlichen Plakaten.

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Warum steigen die Meeresspiegel überhaupt?

Dass die Meere immer weiter ansteigen, ist eine direkte Folge des Klimawandels. Denn durch die Erderwärmung schmilzt an Nord- und Südpol immer mehr Eis. Das Problem dabei: Diese Entwicklung beschleunigt sich – besonders dann, wenn auch das sogenannte Festlandeis verschwindet, das bislang beispielsweise die Landmasse in Grönland bedeckt.

Welche Folgen hat das?

Wenn die Meere noch stärker ansteigen, als bislang angenommen, hätte das vor allem an den Küsten gravierende Folgen. Bislang wurden die meisten Dämmen für einen Anstieg um etwa 50 Zentimeter geplant. Durch Nachbesserungen könnten sie auch einen Anstieg um bis zu 1,50 Meter aushalten, sagen Experten. 

Sollten die neuen Schätzungen allerdings tatsächlich wahr werden, würde das auch nicht reichen.

Schlimmer als in Deutschland trifft der Klimawandel allerdings die Menschen in südlichen Ländern. Dort leben oft besonders viele Menschen in Küstennähe – vollkommen ohne Schutz. Umso wichtiger wird es, die Zahlen nicht wahr werden zu lassen – denn noch kann der Klimawandel bekämpft werden.


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