Bild: EPA/Albin Lohr-Jones

Kellyanne Conway ist Beraterin im Team des US-Präsidenten Donald Trump. Ihr Job ist vor allem, die US-Regierung nach außen hin zu erklären. Im Fernsehen verteidigt sie daher häufig Trumps Positionen – meist mit fragwürdigen Argumenten.

Ihre beiden bekanntesten Erklärversuche:

  1. Zu den Besucherzahlen bei Trumps Vereidigung lieferte sie "alternative Fakten". Die Presse wies sie darauf hin, dass ein alternativer Fakt nichts anderes als eine Lüge sei – Conway blieb bei ihrer Sicht (bento).
  2. In einem anderen Fall erfand Conway das "Bowling Green Massaker", um die strikte Einwanderungspolitik der US-Regierung gegen Muslime zu rechtfertigen (mehr unter Muslim Ban). Das Massaker soll von Irakern verübt worden sein, fand allerdings nie statt (bento). Conway nannte die Aussage später einen Fehler.
Jetzt erklärte Conway in einem Interview, wie man ihre Aussagen bewerten solle.

Im Interview mit dem US-Sender CBS erklärte sie am Sonntag, wenn sie Fehler mache, sei das so ähnlich, wie wenn bei der Oscar-Verleihung Umschläge vertauscht werden.

"Ich sehe täglich Fehler im Fernsehen und die Leute nehmen das hin. Jeder hielt das für witzig, als der falsche Film als Gewinner verkündet wurde."

Bei den Oscars waren die Umschläge für den "Besten Film" vertauscht wurden. "La La Land" wurde fälschlich zum Sieger ausgerufen, wenige Sekunden später dann "Moonlight" (bento). Conway vergleicht also bewusste Lügen der US-Regierung mit einer Panne in Hollywood.

Die "alternativen Fakten" selbst gab Conway nun auch als Fehler zu. Was sie eigentlich gemeint habe: "Alternative Informationen und zusätzliche Fakten". Beides sei "verschmolzen worden".

Hier könnt ihr das Interview sehen. Die Aussage beginnt ab Minute 3:45.

Wir protokollieren die Arbeit der US-Regierung unter Donald Trump von Tag 1 an. Hier findest du alle wichtigen News in der Übersicht:
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Art

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