Bild: Nirzar Pangarkar / Unsplash
...sagen zumindest Wissenschaftler

Katzen gehen immer.

Die alte Weisheit funktioniert nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch in der Wissenschaft. Klar: Wissenschaftler sind – wie wir alle – fasziniert von der Erhabenheit und Unabhängigkeit unserer pelzigen Freunde. Anders als beispielsweise Hunde lassen sie sich nicht so gut trainieren und behalten ihren eigenen Willen, ihre eigene Agenda.

Und wenn man die Wahl hat, ob man nun an Pilzen, Kakerlaken oder Katzen rumforscht, ist die Wahl einfach.

Bisher glaubten viele, dass Katzen Menschen zwar als Futterspender okay finden, ansonsten aber wenig Interesse an uns haben. Doch das täuscht, wie Forscher der Oregon State University (USA) herausgefunden haben wollen.

Für ihre Studie, die gerade im Magazin "Behavioural Processes" veröffentlich wurde, haben sie sich 25 in Familien und 25 in Tierheimen lebende Katzen angeschaut.

Im Kern ging es um die Frage, was Katzen am liebsten mögen: Menschen, Fressen, Spielzeuge oder bestimmte Gerüche. Dazu haben die Forscher den Katzen ganz viele verschiedene Fress-, Spiel-, Riech- und Streicheloptionen gleichzeitig angeboten.

Das sah dann wahrscheinlich so aus:

Die Katzen durften dann wählen, unter anderem aus Federn und Stoffmäusen, nach Katzengras riechenden Tücher, Thunfisch und Hühnchen – und einem Menschen.

Dann maßen sie, wie lange sich die Katzen mit den einzelnen Optionen auseinandergesetzt haben. In einem abschließenden Versuch wurde den Katzen dann noch einmal ihre Lieblingsoptionen vorgelegt.

Dabei zeigten sich zwei Dinge:
  1. Jede Katze hat individuelle Eigenheiten und Präferenzen.
  2. Die Mehrheit der Katzen – und damit sind sowohl die Tierheim- als auch die im Haus lebenden gemeint – bevorzugt mit Abstand die soziale Interaktion mit den Menschen. Gefolgt vom Thunfisch.

Die Forscher wollen nun weiter untersuchen, wie man das gewonnene Wissen nutzen kann, um die individuellen Motive der Stubentiger besser nachzuvollziehen. Und wie man es nutzen kann, um sie zu trainieren. Bei Hunden reicht als Belohnung oft ein "Leckerli", bei Katzen könnten sich Streicheleinheiten als erfolgreicher zeigen.

Zu guter Letzt sollen die Ergebnisse helfen, die Haltungsbedingungen von im Tierheim lebenden Katzen zu verbessern.

Wirklich aussagekräftig ist die Studie bei nur 50 untersuchten Tieren und einer kleinen Anzahl an Wahlmöglichkeiten (Fressen oder Streicheln) natürlich nicht. Ein Anstoß für weitere Forschungen zur Freundschaft zwischen Mensch und Katze kann sie aber sein.

Wobei: Da wären natürlich auch noch die anderen Studien, die uns sagen, dass Katzen sich um nichts und niemanden scheren:

Aber das trifft sicher nur auf die anderen zu, deine Katze hat dich wirklich lieb. Sie kann es nur nicht zeigen.

Auch wenn du denkst, du bist dir sicher: Hund oder Katze – welcher Typ bist du wirklich?


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