Bild: Marc Röhlig
Wie viel ein Kasten Bier nun kostet

In etwas mehr als drei Jahren soll in Katar die nächste Fußball-WM der Männer stattfinden. Dass das Event in einem arabischen Golfstaat steigt, stört viele: Die Stadien müssen maximal klimaschädlich gekühlt werden, erbaut werden sie unter unwürdigen Bedingungen von Gastarbeitern.

Nun hat Katar eine neue Steuer eingeführt, die vor allem Fans erzürnen dürfte: Alkohol und Energydrinks werden 100 Prozent teurer.

Die Steuer heißt "Sündensteuer". Neben Alkohol und Energydrinks werden auch Zigaretten mit einem doppelten Preis belegt, zuckerhaltige Getränke sollen mit 50 Prozent besteuert werden. (Middle East Eye)

Die "Qatar Distribution Company" hat eine Liste mit den neuen Preisen vorgestellt. Die Regierung bestätigte diese dann. Die Firma gehört zu Qatar Airways und hat in Katar das alleinige Monopol auf alles "Sündige" – von Zigaretten über Alkohol bis zu Softdrinks.

  • Ein Kasten Heineken kostet nun umgerechnet rund 88 Euro.
  • Eine Flasche Bombay Sapphire Gin kostet 79 Euro.

Warum das alles? Angeblich nur, damit der Haushalt aufgefüllt werden kann. Bereits Mitte Dezember wurde die Steuer angekündigt.

Tatsächlich ist Katar aber ein sehr reiches Land – die "Sündensteuer" dürfte eher politisch motiviert sein.

Wie mit Alkohol umgegangen wird, ist im Nahen Osten von Land zu Land verschieden. Im Islam gilt Alkohol als verboten, viele Muslime sehen das Verbot jedoch als nicht so streng. Manche Länder verbieten Alkohol komplett, andere reglementieren den Verkauf oder erheben hohe Steuern.

Mit Blick auf die Fußball-WM hatte die Regierung des konservativen Katar gesagt, Alkohol soll an ausgewählten Plätzen zu kaufen sein. An öffentlichen Orten jedoch nicht.


Gerechtigkeit

US-Armee macht geschmacklosen Bombenwitz an Neujahr, entschuldigt sich

In den USA gehört an Silvester der "Ball Drop" zu einem beliebten Ritual. Am Times Square in New York wird zum Neujahrs-Countdown eine Glitzerkugel herabgelassen – kommt sie auf, ist Mitternacht.

Das US-Militär wollte diesen Neujahrsbeginn mit einem Witz über ihr Atomwaffen-Arsenal begleiten – musste sich nun aber dafür entschuldigen.

In einem Video war zu sehen, wie ein Kampfflieger eine Bombe abwirft. Dazu schrieb Stratcom, das Strategische Kommando der US-Streitkräfte: