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Schwach.

Stell dir vor, jemand schneidet deinen Hodensack auf, durchtrennt deinen Samenleiter und drückt deine Hoden heraus. Ohne Betäubung.

Selbst für diejenigen, die keinen Penis haben, ist das eine extrem unangenehme Vorstellung.

Doch genau das passiert auf deutschen Bauernhöfen jeden Tag Tausenden Ferkeln. Eigentlich sollte damit ab Januar 2019 Schluss sein. Doch nun hat die große Koalition das geplante Verbot von Kastration ohne Betäubung um zwei Jahre verschoben.

Was ist der Hintergrund des Verbots?

In Deutschland werden jedes Jahr Millionen männlicher Ferkel wenige Tage nach der Geburt ohne Betäubung kastriert. Diese Methode soll vermeiden, dass das Fleisch von männlichen Schweinen einen strengen Geruch und Beigeschmack bekommt. Diese Praxis wird von Tierschützern schon lange kritisiert, auch Studien belegen, dass die Ferkel dabei Schmerzen erleiden. (Zeit Online)

Warum wird es nun aufgeschoben?

Die große Koalition beschloss eine längere Übergangsfrist, weil es derzeit noch keine praktikable Alternativen zur Kastration ohne Betäubung gebe. Eine Betäubung der Ferkel wäre mit Aufwand und Kosten verbunden. Ein Verbot zum jetzigen Zeitpunkt könne Schweinehalter ihre Existenz kosten, so die Begründung. Erforderliche Tierarzneimittel seien noch nicht zugelassen, alternative Verfahren würden bislang von Handel und Verbrauchern nicht akzeptiert, so Gitta Connemann (CDU). 

Wie sind die Reaktionen von anderen Seiten?

Insbesondere von den Grünen kommt Kritik: Natürlich gebe es Alternativen zur Kastration ohne Betäubung – die seien der Fleischindustrie aber lediglich zu teuer, so Fraktionschef Anton Hofreiter. Renate Künast schrieb auf Twitter, die große Koalition weiche das Tierschutzgesetz auf.

Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte den Aufschub. "Das ist einer modernen, aufgeklärten Demokratie unwürdig", sagte Kampagnendirektor Matthias Wolfschmidt der dpa. 

Mit Material von dpa


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