Bild: dpa / Rolf Vennenbernd
Was ist passiert?

Beim Kölner Karneval sind mehrere Menschen verletzt worden, als Pferde an einer Kutsche beim Rosenmontagszug durchgingen und auf eine Tribüne zugerannt sind. Anschließend sei der Umzug für kurze Zeit unterbrochen worden, teilte die Polizei mehreren Medien mit. (Kölner Stadtanzeiger

Wie viele Menschen genau verletzt wurden und ob sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, war am Montagnachmittag noch nicht bekannt. Einige Medien berichten von drei, andere von vier Verletzten. Der Unfall ereignete sich mitten in der Innenstadt am Appellhofplatz. (Der Westen)

Warum sind immer noch Pferde im Karneval erlaubt?

Jedes Jahr protestieren Tierschützer dagegen, dass Pferde bei Karnevalsumzügen mitlaufen. 


"Fliegende Pralinenschachteln, angetrunkene Menschenmassen und enormer Lärm - für Pferde ist ein Einsatz bei Karnevalsumzügen purer Stress", erklärt die Tierrechtsorganisation Peta. (Peta)

Erst im vergangenen Jahr hatte es während des Rosenmontagszugs in Köln einen Zwischenfall gegeben: Ein Pferd war mitten auf der Straße zusammengebrochen, es hatte einen Kreislaufkollaps erlitten. Der Unfall hat damals eine neue Debatte über Tierquälerei ausgelöst. (Kölner Stadtanzeiger

Die Organisatoren des Umzugs hatten auf Forderungen von Tierschützern reagiert und Regelungen verschärft: Bei dem diesjährigen Rosenmontagszug sind mehr Tierärzte als sonst dabei. Sie kontrollieren, ob die Pferde Beruhigungsmittel verabreicht bekommen haben. Auch das ist dieses Jahr verboten. (Kölner Stadtanzeiger) Außerdem benötigen alle Reiter eine Bescheinigung, dass sie entsprechend ausgebildet sind.

Trotzdem zeigt der jetzige Vorfall, dass die Maßnahmen anscheinend nicht ausreichend waren.

Der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich bereits zu dem Unfall geäußert. Von einem voreiligen Verbot hält er erst einmal nichts. Es gehe darum, die Ursache für den Unfall zu klären. "Ein Zug ohne Pferde ist Mist", sagte er. Einen Zug ohne Pferde könne er sich nicht vorstellen.


Fühlen

Diese Menschen haben an Karneval einfach richtig heftige Geschichten erlebt

Es gibt Menschen, die haben sich verliebt, während sie Kermit war und er Koch. Oder Menschen, die morgens gemeinsam als Lukas und Jim Knopf aus dem Haus gingen, sich dann auf der Straße verloren, und sich nachts im Getümmel zufällig wieder trafen – ein emotionaler Moment.

Wenn der Alkohol wirkt, ereignen sich zwischen Kamelle und Konfetti sonderbare Geschichten. Ob in der Kneipe, während des Umzugs oder auf der Hausparty der Nachbarn. Von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag erleben manche Leute an Karneval, was anderen in einem ganzen Leben nicht passiert.