Bild: dpa / Caroline Seidel
Erst die Jogginghosenträger, jetzt Angela Merkel

Er ist erfolgreicher Modeschöpfer, verurteilt die Styling-Sünden der Nichtwissenden und kommentiert neuerdings auch die Politik von Angela Merkel aus seinem selbstgewählten Exil in Paris. 

Im Gespräch mit dem französischen Magazin "Le Point" hat Karl Lagerfeld jetzt die Migrationspolitik der Bundeskanzlerin kommentiert: Er wirft Merkel vor, dass erst ihre Hilfe für Flüchtlinge die AfD stark gemacht und in den Bundestag gebracht hat. (SPIEGEL ONLINE)

Was hat Lagerfeld außerdem gesagt?

  • Die Bundeskanzlerin wolle mit der deutschen Flüchtlingspolitik vor allem ihr eigenes Image aufbessern, findet der Modedesigner. (Rheinische Post)
  • Lagerfeld wirft Angela Merkel vor, die deutsche Geschichte vergessen zu haben: 
Man muss sich an die Geschichte erinnern, die man in Deutschland hat. Ich verabscheue Frau Merkel, dass sie das vergessen hat.
Karl Lagerfeld
  • Als "Pastorentochter" ertrage Angela Merkel seiner Ansicht nach die Verbrechen der Nazi-Zeit nicht und habe deshalb Flüchtlinge ins Land gelassen. 
  • Der Rechtsruck in Deutschland lasse ihn nun erwägen, seine deutsche Nationalität aufzugeben.
Ich will nicht Teil dieses Neonazi-Clubs sein.
Karl Lagerfeld
  • Die französische Staatsangehörigkeit anzunehmen, komme aber auch nicht in Frage für ihn. Er fühle sich als Hamburger Hanseat, als Kosmopolit.
Das Paradoxe daran ist, dass Merkel das Böse an die Macht befördert, während sie es reparieren will.
Karl Lagerfeld

Seit wann sind Kosmopoliten so spießig?

Karl Lagerfeld wurde 1933 geboren, er lebt seit 1952 in Paris. Das Flair der französischen Hauptstadt lebt auch davon, dass sich hier viele Kulturen vermischen. Passiert das in Deutschland, kann Lagerfeld nichts Positives mehr sehen. 

Wie wichtig ist überhaupt die Meinung eines Multimillionärs im fernen Paris?


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