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"Kanye ist seit Langem mein Freund"

Kanye West redet und redet und redet – und Donald Trump guckt einfach nur zu. Der Rapper hatte den US-Präsidenten im Weißen Haus zum Mittagessen besucht, anschließend gab es eine Pressekonferenz im Oval Office.

Der Auftritt wurde live von Nachrichtensendern übertragen. Nur als West sich irgendwann als "crazy motherfucker" bezeichnete, blendeten die Sender kurz weg. Ansonsten: frontaler Autounfall, voll drauf.

Wie lief das Gespräch?

West hielt einen seiner wirren Monolog, er sprach über "männliche Energie", Rassismus, Sklaverei, seine manisch-depressive (Fehl-)Diagnose, "Yeezy"-Turnschuhe, Verbrechen in Chicago, Industrie und Jobs – und über Medikamente. Sein Outfit: ein schwarzes Hemd und die rote Baseball-Cap mit Trumps Wahlkampf-Slogan: "Make America Great Again."

(Bild: Evan Vucci/AP/dpa)

Was West gesagt hat...

  • "Als ich diese Mütze aufgesetzt habe, habe ich mich wie Superman gefühlt."
  • West zeigt Trump auf seinem iPhone ein futuristisches Bild von einem Flugzeug: "In so etwas sollte unser Präsident fliegen."
  • Zum Schluss lief West um Trumps Schreibtisch herum, umarmte den Präsidenten und sagte: "Ich liebe diesen Kerl."

Was Trump gesagt hat...

  • Immer wieder "Yeah" und "Yeah".
  • Und am Ende zunächst nichts und dann: "Das war ein Erlebnis." West antwortete daraufhin: "Das kam von Herzen, ich habe es nur kanalisiert." Der Präsident habe wohl nicht erwartet, "von so einem verrückten Scheißkerl wie Kanye West" unterstützt zu werden.

Und als ob das nicht schon genug wäre, deutet West auch noch an, er könne selbst Präsident werden – allerdings erst nach einer zweiten Amtszeit Trumps im Jahr 2024.

Warum trifft sich Trump überhaupt mit West?

Es ist nichts Untypisches, dass auch Prominente aus der Unterhaltungsindustrie bei Trump zu Besuch sind. Auch Wests Ehefrau Kim Kardashian war schon da, mit West zusammen kam auch Musiker Kid Rock. 

Trump wird immer wieder Rassismus vorgeworfen. Auftritte wie mit Kanye West sollen von den Vorwürfen abzulenken – und jetzt, kurz vor den Midterms, Wähler überzeugen. Aber wovon nur?

Die Reaktionen auf Twitter:

Und dann verriet Kanye noch seinen Handy-Sperrcode:


Streaming

Warum die Verbraucherzentrale vor den Produkten aus "Die Höhle der Löwen" warnt

Die Sendung "Die Höhle der Löwen" läuft dienstags erfolgreich auf Vox. In der Sendung stellen Erfinder ihre Produkte oder Dienstleistungen vor und suchen Investoren, um ihre Idee auf den Markt zu bringen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt jetzt allerdings vor den "DHDL"-Produkten.

Was ist das Problem mit den "Die Höhle der Löwen"-Produkten?

Wie die Verbraucherzentrale NRW schreibt, werden die Produkte meist zu überhöhten Preisen angeboten und enttäuschen letztendlich den Kunden.

Die Produkte werden oft schon einen Tag nach Ausstrahlung der Sendung in den Geschäften angeboten. Auf den Produkten ist dann ein Löwen-Logo mit dem Schriftzug "Bekannt aus der VOX Gründer-Show" zu sehen. 

Laut Verbaucherzentrale ist es jedoch befremdlich, dass das Emblem sowohl auf Produkten ist, die in der Sendung einen Deal erreichen konnten, als auch auf den Produkten, die eigentlich durchfielen.

Die Produkte aus der Sendung sind laut Online-Bewertungen schlicht schlecht.

"Die Verbraucherzentrale fand auf Anhieb zehn Löwen-Produkte beim Branchenprimus Amazon mit miesen Bewertungen und insgesamt Hunderten böser Kommentare. Darunter der Reparaturstift 'Blufixx' ('Müll') oder die 'Abflussfee', ein Verschlusstopfen mit Duftstein ('Reinfall')." (Verbaucherzentrale NRW).