Bild: Jonathan Brady/PA Wire/dpa

Eben erst hat Kanye West eine Liebeserklärung an Donald Trump getwittert und damit Kritik von Fans geernet (bento), jetzt hat der Rapper eine neue Kontroverse ausgelöst: Bei einem Interview mit dem Klatschportal "TMZ" sagte er, Sklaverei sei wohl eine "Wahl" gewesen. Um dieses Zitat geht es:

Wenn man für 400 Jahre von Sklaverei hört, für 400 Jahre, dann klingt das nach einer Wahl.
Kanye West

Bei den anwesenden Redakteuren im "TMZ"-Newsroom sorgte die Äußerung sichtlich für Irritationen – als Kanye schließlich in den Raum fragte, ob sie glaubten, dass er frei sei und frei denke, widersprachen sie ihm heftig. Einem Mitarbeiter wurde es schließlich zu viel: "Ich glaube, du denkst überhaupt nichts", sagte TMZ-Mitarbeiter Van Lathan. "Wir müssen mit Ausgrenzung leben, die von 400 Jahren Sklaverei kommt und von der du sagtest, sie wäre eine Wahl gewesen."

Zuvor war es um sein Verhältnis zu Trump gegangen und Kanye wiederholte, was er schon auf Twitter erklärt hatte: "Ich liebe Trump einfach." Er sei im Rap eine der beliebtesten Personen. 

Offenbar wurde es nach dem Interview auch dem Rapper bewusst, wie kontrovers seine Aussagen gewesen waren und er versuchte in einem Twitter-Rant, seinen Gedankengang klarzustellen: "Natürlich weiß ich, dass die Sklaven nicht  durch ihren freien Willen gefesselt und auf ein Boot gebracht wurden. Mein Punkt ist, dass wir so lange in dieser Position geblieben sind, obwohl die Zahlen auf unserer Seite waren. Das bedeutet wir waren mental versklavt."

Die 400 Jahre Sklaverei habe er nur erwähnt, weil man nicht für weitere 400 Jahre geistig inhaftiert bleiben könne. Man brauche jetzt freie Gedanken. Und weiter: "Es war nur eine Idee. Und wieder einmal werde ich dafür angegriffen, neue Ideen vorzustellen."


Retro

Einmal Dorfkind, immer Dorfkind – und stolz drauf!
...und dann erwische ich mich dabei, wie ich Kehrwoche mache!

Ich habe damals die erste Gelegenheit genutzt, um das schwäbische Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, hinter mir zu lassen. Als ich anfing zu studieren, bin ich bei meinen Eltern aus- und in eine Wohnung in der nächstgrößeren Stadt gezogen. Zwei Jahre später war mir auch das nicht mehr weit genug weg und ich wechselte in eine Stuttgarter WG. 

Aber auch wenn die BaWü-Hauptstadt nicht gaaaanz so schwäbisch ist wie die Doppelkennzeichen-Dörfer drumherum: Stuttgart war immer noch im Schwabenland. Also packte ich vor einige Jahren wieder meine Sachen und kam nach Hamburg. 

Man kann sagen: Die letzten 10 Jahre meines Lebens habe ich genutzt, um dem Dorf zu entfliehen – in die Kleinstadt, in die Kreisstadt, in die Großstadt. Vom Süden in den Norden. Aus einer typischen Arbeiter-Familie erst in ein Literaturstudium und dann in die Welt der Agenturen. Bloß weg, bloß alles anders.