Bild: Kay Nietfeld/dpa
Was wir bisher wissen

Die ehemalige Chefin des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, soll einen Job im Bundesinnenministerium bekommen, das berichtet die "Bild".

Welchen Job soll Cordt im Innenministerium machen?

Laut eines Regierungssprechers soll sich die Ex-Bamf Chefin im BMI in Zukunkft um Digitalisierungsthemen kümmern. "Es ist beabsichtigt, dass Frau Cordt in das BMI wechselt und im Rang einer Ministerialdirigentin Aufgaben im Bereich der Digitalisierung wahrnimmt", so ein Ministeriumssprecher zur "Bild".

Demnach würde Cordt Abstriche vom Gehalt machen müssen. Laut der "Bild" würde sie von Besoldungsstufe B9 auf B6 fallen und damit deutlich weniger verdienen.

Jutta Cordt? Wer war das nochmal?

Cordt war bis Juni Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Sie musste ihren Posten wegen des Bamf-Skandals in Bremen räumen (bento).

Zunächst wurde vermutet, dass zwischen 2013 und 2016 mindestens 1200 Asylanträge bewilligt wurden, obwohl dies nicht rechtens war – die wenigsten davon in Bremen selbst. Die Bremer Außenstelle des Bamf soll immer wieder in die Belange andere Bundesländer eingegriffen haben. 

Nach Abschluss der Untersuchungen wurden letztlich 17 Anträge revidiert, bei denen grobe Verstöße festgestellt wurden, berichtet die "ZEIT".

Cordt hatte zwar direkt keine Verantwortung für die unzulässigen Asylanträge, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht Leiterin des Bamfs war, trotzdem hätte sie auf den Skandal aufmerksam machen müssen. Die Bremer Außenstelle durfte darauf vorerst keine Asylanträge mehr beantragen.

Als der Skandal im April und Mai diesen Jahres öffentlich wurde, kündigte Innenminister Horst Seehofer personelle Konsequenzen an. Diese trafen unter anderem auch Cordt.



Gerechtigkeit

Bill Cosby muss wegen Vergewaltigung ins Gefängnis
Drei Fragen und drei Antworten zu dem Fall

Das Strafmaß gegen Bill Cosby wurde verkündet: Der 81-Jährige wurde wegen sexueller Nötigung zu zehn Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren kann allerdings über eine frühzeitige Entlassung entschieden werden. Bereits im April wurde er für schuldig befunden, die ehemalige kanadische Basketballerin Andrea Constand unter Drogen gesetzt und sexuell genötigt zu haben (bento).

Cosbys Anwälte wollen Berufung einlegen. Sein Publizist nannte die Verhandlung "rassistisch und sexistisch" und sprach von einem "Geschlechterkrieg". (SPIEGEL ONLINE)

Was ist zuvor im Fall "Bill Cosby" passiert?

Nachdem Andrea Constand ihn bereits 2005 bei der Polizei anzeigte und sich 13 weitere Frauen mit ähnlichen Vorwürfen meldeten, wurde die Klage außergerichtlich beigelegt. Drei Frauen gingen zwar an die Öffentlichkeit, doch es passierte nichts.

Erst, als ein Video viral wurde, in dem Bill Cosby vom afroamerikanischen Comedian Hannibal Buress als Vergewaltiger bezeichnet wurde, war der Fall Cosby wieder ein Thema.

Bis 2015 warfen ihm sogar 45 Frauen sexuelle Nötigung vor. ("Süddeutsche Zeitung"). Am 30. Dezember wurde der Fall Constand neu aufgerollt.