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Die 5 härtesten Aussagen

Donald Trump hat ganz offensichtlich ein Problem mit einigen US-Talkmastern. Bei einer Rede Anfang der Woche sagte Trump, Jimmy Fallon (Tonight Show) sehe aus wie eine "verlorene Seele", sei aber ein netter Kerl. Mit Fallon hatte er kürzlich einen Dialog auf Twitter, bei dem er ihn aufforderte, seinen Mann zu stehen. (bento)

Noch heftiger ging Trump den Talkmaster Stephen Colbert (The Late Night Show) an. Ihn nannte er "zwielichtig" und "Abschaum". (Vanity)

Im Wortlaut sagte Trump: 

"Dieser Kerl auf CBS, Abschaum! Ernsthaft, halten sich diese Leute für witzig? Ich kann durchaus über mich selbst lachen. Ernsthaft, wenn ich das nicht könnte, hätte ich ernsthafte Probleme. Aber die haben kein Talent. Das sind keine talentierten Leute. Johnny Carson war talentiert."

Jetzt hat sich Talkmaster Jon Stewart vor seine Kollegen gestellt – und verpasst Trump einige Seitenhiebe.

Stewart hat von 1999 bis 2015 die satirische Nachrichtensendung "The Daily Show with Jon Stewart" moderiert. Mit Trump hatte er schon 2013 Erfahrungen gemacht. Natürlich auf Twitter. Da hatte ihn der heutige US-Präsident als Jude "enttarnt", indem er seinen bürgerlichen Namen Jonathan Stuart Leibowitz hinterfragte. 

Am Donnerstagabend kroch Jon Stewart unter Colberts Tisch in der "Late Night Show" hervor, setzte sich und sprach mal Klartext.

Er wendete sich direkt an Trump – und sagte ihm, was er von ihm und seiner Politik hält.

Das sind die 5 härtesten Ansagen:

1.

"Egal, was du tust, alles kommt mit einer Extraschicht ausgelassener Grausamkeit. Und Arschlochhaftigkeit. Es geht nicht nur darum, dass du Frauen verleugnest, die dich der sexuellen Belästigung angeklagt haben. Es geht darum, dass du sagst: Die waren eh zu hässlich. Du kannst nicht einfach gegen die Medien sein – du machst sie direkt zu den Feinden der Gesellschaft."

2.

"Alles ist aus seinen Bahnen geraten. Offenbar sind Putin und Kim Jong-un noble, intelligente Rollenbilder – und die Kanadier sind ein Haufen Arschlöcher. Daran kann man sich schwer gewöhnen."

3.

"Du bist noch nicht mal parteiisch. Jeder der Republikaner, der sich traut, etwas gegen dich zu sagen, muss direkt erniedrigt werden. Selbst, wenn er eine tödliche Krankheit hat."

4.

"Also, was das Thema Immigration angeht. Junge, das hast du echt verkackt.

Stewart spricht über Trump grausame Grenzpolitik, die tausende asylsuchende Kinder an der Grenze zwischen den USA und Mexiko von ihren Eltern getrennt hat (bento). Trump habe wieder direkt extrem gehandelt. 

"Aber ich schätze, es hätte sich für dich ohne diese arschlochhafte Ebene der Boshaftigkeit nicht richtig angefühlt."

5.

"Selbstverständlich können wir mit dir nicht verhandeln oder dich zum Anstand zwingen. Aber es gibt einen Punkt, an dem ich eine Linie ziehe: Ich werde dir und deinen treuen Anhängern nicht erlauben, deine Grausamkeit als Tugend zu verkaufen."

Am Ende wendete sich Stewart auch ans Publikum. Mit einer Empfehlung, wie sie auf Trump reagieren sollen:

"Was Donald Trump von uns will: Wir sollen aufhören, seine Grausamkeiten, seine Angstmacherei und seine Entschlossenheit falsch zu nennen. Stattdessen sollen wir ihn begleiten, ihm sagen, er habe recht. Das können wir nicht. Und indem wir nicht nachgeben, werden wir uns durchsetzen."

Hier kannst du dir die ganze Rede ansehen:

Auf Twitter hat Trump noch nicht auf den Angriff reagiert. Er war übrigens, seit er im Amt ist, bei keiner einzigen Late-Night-Show zu Gast.


Sport

So geht das ZDF gegen die Leute vor, die Claudia Neumann beschimpfen
3 Fragen, 3 Antworten.

Die frauenfeindliche Hetze im Internet gegen Sportreporterin Claudia Neumann bei der Fußball-WM soll nach dem Willen des ZDF ein juristisches Nachspiel haben. 

Intendant Thomas Bellut sagte am Freitag in Mainz:

"Das ZDF hat bei der Staatsanwaltschaft Mainz Strafantrag gestellt gegen zwei Nutzer, die sich auf Social Media gegenüber Claudia Neumann und dem ZDF extrem abfällig geäußert haben."