Jodeln mit Christian Lindner

Lörres, Lauche und Lebenshilfe: So lässt sich das Themenspektrum auf Jodel zusammenfassen. Das Prinzip der kostenlosen App ist simpel: Nutzer können sich über Jodel mit Menschen in ihrer Umgebung austauschen. 

Unter den Top-Posts finden sich witzige Sprüche, Alltagsbeobachtungen und Fragen wie "Was soll ich heute auf Netflix schauen?". Alles in allem friedlich und ein bisschen banal.

Politische Inhalte auf Jodel? Eher nicht.

Zur Bundestagswahl wollen die Macher das nun ändern: In den Wochen bis zur Wahl werden sowohl die Spitzenkandidaten der großen Parteien als auch Wahlkreisabgeordnete der größten deutschen Städte auf Jodel auf Fragen von Nutzern antworten.

Hier sind die Jodel-Interviews:

Von Alessio Borgmeyer, dem CEO von Jodel, wollten wir deshalb wissen:

Jodel und Politik – wie passt das zusammen?
Bei Jodel geht es um lokale Communitys: Wir bringen Menschen mit anderen Menschen aus ihrer Umgebung zusammen. Die lokalen Politiker sind ein wichtiger Teil der Community, schließlich sollen sie im Bundestag unsere Interessen vertreten. Normalerweise kommt man mit ihnen aber nie ins Gespräch.
(Bild: Jodel)
Stimmt schon. Aber ist ein 240-Zeichen-Post bei Jodel der richtige Weg, komplexe politische Themen zu besprechen?
 
Ich sag’s mal so: Politik ist so simpel wie komplex. Ich denke, dass ein bisschen mehr "kurz und knackig" dem Wahlkampf auch mal ganz guttut. Politiker sind schließlich nicht dafür bekannt, klare Antworten zu geben. Das Jodel-Format kann auch ein Weg sein, die Komplexität der Politik zu entflechten.

Mehr über Jodel

Die Kommunikation auf Jodel verläuft über Text- und Bildposts, die von anderen Usern hoch- oder runter gevotet und kommentiert werden können. Damit es lokal bleibt, sieht man nur Beiträge, die innerhalb eines 10-Kilometer-Radius verfasst wurden. Einen Account braucht man dazu nicht, alles ist anonym.

Anders als andere soziale Netzwerken bleibt Jodel dabei weitestgehend frei von Hass: "GoodVibesOnly" ist das Motto, jeder User muss vor dem Posten Nettigkeitsgrundsätzen zustimmen, und mit Hilfe von Moderatoren und der Community werden nicht-nette Beiträge aus dem Feed entfernt.

Mehr über Jodel und seine Gründer liest du hier bei uns

Bisher war es klar, was Jodel ist: Ein netter Zeitvertreib für die Uni-Bib oder die U-Bahn, mit eingeschränkten Funktionen und eingeschränkten Themen. Versucht ihr mit Aktionen wie dieser, mehr zu werden als das?
Im vergangenen Jahr haben wir die Funktionen von Jodel schon erweitert – es gibt jetzt zum Beispiel Channel, also Subcommunitys zu bestimmten Themen oder Hochschulen. Aktuell arbeiten wir vor allem daran, Jodel weiter zu personalisieren, sodass Nutzern besonders relevante Inhalte angezeigt werden.
Im Kern wollen wir uns aber nicht verändern: Jodel soll eine Plattform bleiben, auf der du mit Leuten aus deiner Umgebung in Kontakt treten kannst. So simpel wie möglich.
So wird die Politiker-Fragerunde auf Jodel aussehen:
(Bild: Jodel)

Die Fragerunden starten am Dienstag, 5. September, mit FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner

Eine Übersicht über die Termine findest du hier. Funktionieren wird das Ganze nach dem gewohnten Jodel-Prinzip: Die Politiker posten im Selfie-Channel ein Foto von sich, unter das Nutzer Fragen stellen, welche von der Community dann hoch- oder runtergevotet werden.

Auch in diesem Fall gilt: Interagieren kann nur, wer sich in der Nähe des jeweiligen Politikers befindet. Alle anderen können die Ergebnisse im Nachhinein auf einer separaten Website nachlesen. 

Die interessantesten Jodel-Fragen und Antworten gibt's außerdem auf bento. 

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