Ein Tweet und seine Geschichte

Das Jobcenter Stade hat sich mit einem Fragebogen zu Unterhaltsleistungen blamiert. Darin wurde eine Mutter danach gefragt, mit wie vielen Männern sie in der Zeit direkt vor der Schwangerzeit Sex hatte. Sie solle bitte den Namen und das Geburtsdatum nennen.

Der Hintergrund: Das Jobcenter fragt bei möglichen Unterhaltsleistungen nach dem Kindsvater. Die Mutter kann den Namen nennen oder auch nicht. Weitere Fragen sind aber nicht erlaubt.

Wie konnte es trotzdem dazu kommen, dass so intim nachgefragt wird?

Der Twitternutzer Alkadis veröffentlichte am Dienstag das Foto mit dem entsprechenden Fragebogen:

Das Jobcenter Stade entschuldigte sich sofort: "Ich bin entsetzt, dass dieser Bogen überhaupt unser Haus verlassen hat. Solche persönlichen Fragen dürfen wir nicht stellen", sagte Geschäftsführer Friedhelm Keiser laut Pressemitteilung. "Ich habe mich bei der betroffenen Kundin bereits entschuldigt und den Fragebogen für ungültig erklärt."

Der Fragebogen sei von einem Mitarbeiter selbst entworfen worden, heißt es. Er habe sich dabei an den Fragen orientiert, die Jugendämter stellen dürfen, um unbekannte unterhaltspflichtige Väter zu ermitteln. Dann habe er die Fragen mit dem Logo des Jobcenters versehen und in den Postkasten gesteckt. Nun sei ihm sein Fehler bewusst.

Er bedauere den Fragebogen.

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