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Bundespräsident Joachim Gauck will nicht mehr: Am Montag hat der 76-Jährige bekannt gegeben, dass er nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehen wird. Er wolle seine aktuelle Amtszeit aber bis zum regulären Ende im März 2017 fortführen, sagte Gauck vor Pressevertretern in Schloss Bellevue, seinem Berliner Amtssitz.

Joachim Gauck war im März 2012 zum Präsidenten gewählt worden. Eine Amtszeit dauert fünf Jahre, der Bundespräsident darf in Deutschland dann einmalig für eine zweite Amtszeit antreten.

"Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn im empfinde es als große Ehre für Deutschland zu dienen", sagte Gauck. Er wolle mit Blick auf sein Alter aufhören – zum Ende einer möglichen zweiten Amtszeit wäre Gauck 82 Jahre alt.

Die Entscheidung wollte Gauck nicht als Absage an die Demokratie verstanden wissen, sondern eher als Aufwertung:

Der Wechsel im Amt des Bundespräsidenten ist in diesem Land kein Grund zur Sorge – er ist demokratische Normalität.
Joachim Gauck

Fragen ließ Gauck nach seiner kurzen Ansprache nicht zu. Er endete aber – mit Blick auf die Probleme und Fragen, die sich Deutschland stellt – optimistisch:

"Wir haben gute Gründe, uns Zukunft zuzutrauen."

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