Bild: Jimmy Kimmel / Youtube

Er spielt mehr Golf als wohl jeder andere Präsident zuvor, soll sich immer nur kurz konzentrieren können und verwechselt schon mal echte Kampfjets mit denen aus "Call of Duty". Die "New York Times" fasste Donald Trumps Regierungsstil im Sommer so zusammen: 

"Die Welt wird von einem Kind regiert."

Und das nun schon seit zwölf Monaten. Anlässlich dieses Jahrestages am Samstag ließ US-Moderator Jimmy Kimmel jetzt mal die zu Wort kommen, mit denen Trump ständig verglichen wird: die Kinder selbst.

Ihre Bilanz: vernichtend!

In dem dreiminütigen Video werden die Kinder danach gefragt, was sie mit Trump verbinden und was sie von seiner Präsidentschaft halten. Eine Zusammenfassung der besten Szenen: 

1. Dieser Junge findet, Trump mache seinen Job echt großartig. 

Warum, fragt die Interviewerin? Der Junge muss einige Zeit überlegen. Dann die Antwort: "Er hat die Welt vor Harmonie beschützt."

2. Und er bittet Trump darum, Nordkorea nicht ständig zu provozieren. 

Er wolle bitte nicht von einer Atomwaffe angegriffen werden. 

3. Welches Haar ist cooler? Trump oder seins?

"Meins"

Am lustigsten aber sind die Spitznamen, die sich die Kinder für Trump ausgedacht haben. Und ihre Imitationen. Seht selbst:

Auch den Jahrestag selbst hatte Trump sich wohl anders vorgestellt. Und das nicht nur, weil Kinder seine Amtszeit kritisieren:  

Schon seit Monaten hatten Demokraten und Republikaner um einen Haushalt gerungen – ohne Erfolg. Auch auf eine Übergangsfinanzierung konnten sie sich am Freitag nicht einigen. Die Folge: Behörden und Ministerien können nicht mehr arbeiten. Washington liegt lahm. 

Und die meist diskutierte Zusammenfassung seiner Amtszeit, das Enthüllungsbuch "Fire and Fury: Inside the Trump White House" sorgte bei Trump für Empörung. Darin beschrieb Journalist Michael Wolff, wie Trump sich seit seiner Amtsübernahme im Weißen Haus verhalten und regiert hat. Eine seiner Quellen ist der Trumps Ex-Berater Stephen Bannon. Wolff wurde häufiger vorgeworfen, er recherchiere einseitig, veröffentliche Inhalte aus vertraulichen Gesprächen:

1. Trump soll damit gerechnet haben, die Wahl zu verlieren. Der Plan für die Rückkehr in ein Leben ohne Politik stand bereits fest. Wolff erklärt:
"Auch bei einer Niederlage wäre Trump wahnsinnig berühmt gewesen und hätte als ein Märtyrer der betrügerischen Hillary gegolten."
Trump soll gesagt haben: "Das ist größer, als ich es mir jemals erträumt hätte. Ich denke nicht übers Verlieren nach, weil es kein Verlieren ist. Wir haben gänzlich gewonnen."
2. Trumps Berater hätten versucht, ihm die amerikanische Verfassung näher zu bringen. Nach dem vierten Zusatzartikel sei die Konzentration futsch gewesen.
3. Trump wollte ungern ins Weiße Haus ziehen, schreibt der Autor. Der Präsident und die First Lady schliefen in getrennten Schlafzimmern, und Trump verbiete den Mitarbeitern, Sachen aufzuheben, die er auf den Boden wirft.
4. Einige von Trumps engsten Verbündeten, einschließlich Medienmogul Rupert Murdoch, seien über sein mangelndes Verständnis für politische Fragen verblüfft.
Sein Berater Steve Bannon soll über Trump gesagt haben: "Er ist nach Russland geflogen und dachte, er könnte Putin treffen. Aber Putin gibt einen Scheiß auf ihn. Also hat er es weiter versucht."
5. Besonders enttäuscht war Trump wohl über seine Amtseinführung. Es gab Auseinandersetzungen mit Melania und er war verärgert, dass namhafte Prominente nicht teilnehmen wollten.
6. Und auch um Trumps Haare geht es in dem Buch: So soll sich die eigene Tochter Ivanka über den pelzigen Kreis an den Seiten lustig gemacht haben.
1/12

Insgesamt also eine, naja, durchwachsene Bilanz für den Präsidenten. Vielleicht schaut er sich da doch lieber die Kinder an, die Jimmy Kimmel befragt hat! 


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