Bild: Stephanie Keith/Getty Images
"Ich gehöre zu den Guten."

Vor zwei Jahren saß Donald Trump in der Late-Night-Show von Jimmy Fallon. Da war Trump noch gar nicht Präsident – aber schon mitten im Wahlkampf. Trump musste ein paar Fragen beantworten. Um Politik ging es kaum. 

Fallon fand Trumps Frisur viel interessanter, wollte etwas Lustiges machen. Solange sie beide noch normale Zivilisten seien, sagte er damals. Und dann passierte etwas, das sich kaum einer traut.

Das:

Mit diesem Ergebnis:

Fallon musst damals heftige Kritik einstecken, weil sein Interview zu sanft gewesen sei und der Griff in Trumps Haare völlig daneben (bento). 

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Jetzt geht die Geschichte weiter. 

Der Moderator sagte in einem Podcast, er bereue die Aktion im Nachhinein. "Ich hab das nicht getan, um ihn zu 'normalisieren' oder um zu sagen, dass ich an seine politischen Ziele glaube oder so." Er beschreibt, wie er angefeindet wurde, wie auch Late-Night-Kollegen gegen ihn geschossen haben. "Alles geriet außer Kontrolle." Diese Zeit sei fürchterlich für ihn gewesen. 

Ich gehöre zu den Guten auf der Welt. Ernsthaft. Die Leute wissen nicht, worüber sie sprechen, wenn sie sagen, dass ich gemein oder böse bin.

Trump müssen diese Worte offenbar zu Ohren gekommen sein. Er reagierte auf Twitter, schreibt, Fallon würde jetzt herumjammern

"Sei ein Mann, Jimmy!"

Zwei Stunden später folgt die Reaktion Jimmy Fallons. Sie ist überlegt und klug.

"Zu Ehren des Tweets des Präsidenten spende ich in seinem Namen an Raices."

Raices ist eine Hilfsorganisation für Flüchtlinge und Immigranten. Damit nimmt Fallon vermutlich Bezug auf Trumps Einstellung zu unter anderem Mexiko. Bis vor Kurzem hat er Kinder an der mexikanischen Grenze von deren Eltern getrennt. Auch eine Modefirma hat gerade an Raices gespendet – mit einer gefakten Melania-Trump-Jacke (bento).

Grundsätzlich verfolgt der amerikanische Präsident eine harte Einwanderungspolitik. Seine jüngste Forderung: Migranten sollten ohne Gerichtsverfahren abgeschoben werden. (Tagesschau)

Mit der Spenden-Aktion dürfte Fallon jedenfalls einige Verärgerten wieder besänftigt haben.


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