Bild: dpa/Joerg Carstensen
"Einfach nur niveaulos und inakzeptabel"

Der stellvertretende AfD-Vorsitzende hat Nationalspieler Jérôme Boateng mit einer fremdenfeindlichen Aussage beleidigt. Das finden viele Twitter-Nutzer einfach nur abstoßend und zeigen nun unter dem Hashtag #BoatengMeinNachbar, wie sehr sie den Nationalspieler unterstützen.

Was war passiert?

AfD-Vize Alexander Gauland hatte in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" über Boateng gesagt: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

Gauland begründete seine Aussage damit, dass es unter AfD-Anhängern die Sorge gebe, "dass eine uns fremde Religion sehr viel prägender ist als unsere abendländische Tradition". Und diese große Zahl der Fremden komme nun einmal aus Regionen, in denen vor allem Muslime lebten. Dabei ist Boateng gläubiger Christ. Er wurde in Berlin geboren, hat eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater.

Am Sonntagmittag erklärte Gauland dann, er habe den Satz so nie gesagt: "Ich habe nie, wie die FAS insinuiert, Herrn Boateng beleidigt. Ich kenne ihn nicht und käme daher auch nicht auf die Idee, ihn als Persönlichkeit abzuwerten." Er behauptet, er habe die "Einstellung mancher Menschen beschrieben, aber mich an keiner Stelle über Herrn Boateng geäußert". (SPIEGEL ONLINE)

Bei Twitter zeigen viele, wie gern sie neben Boateng wohnen würden

Außerdem machen Politiker und Nutzer deutlich, wie absurd die Aussage ist.

Erst vergangenen Woche musste sich Boateng Hetze von Pegida-Anhängern gefallen lassen. Die Süßwarenfirma Ferrero hatte auf ihrer Kinder Schokolade den blonden Jungen auf der Packung gegen Kinderfotos der Nationalmannschaft ersetzt – also gegen Kinder, die auch eine dunklere Haut- und Haarfarbe haben; darunter auch Boateng. Für Pegida-Anhänger angeblich der Beweis für den Untergang der deutschen Kultur:

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So kämpft Boateng gegen Rassismus

Boateng engagiert sich seit mehreren Jahren als Pate des bundesweiten Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", "weil jeder früh lernen sollte, wie wichtig es ist, sich gegen Diskriminierung einzusetzen und zu erkennen, was er persönlich dafür tun kann", schreibt er.

Außerdem hat Boateng schon einmal den Wunsch geäußert, als Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft aufzulaufen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. "Als erster farbiger Kapitän wäre das mit Blick auf die Integration auch ein starkes Zeichen nach außen, auf das ich sehr stolz wäre", sagte er der FAZ.


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Dinge, die du machst, wenn du besoffen nach Hause kommst
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