Bild: Jeremy Sutton-Hibbert/GREENPEACE/EPA/dpa

Japan will das allgemeine Walfangverbot aufheben lassen. Bei einem Treffen der internationalen Walfang Kommission (IWC) in Brasilien bat die japanische Delegation um ein Aufheben des Verbotes, berichtet der Guardian.

Warum soll das Walfang-Verbot aufgehoben werden?

Die Repräsentanten der japanischen Delegation begründeten ihre Bitte damit, dass die eigentliche Intention des Verbotes von 1986 eine zeitlich begrenzte Regelung sein sollte. Diese halte aber schon seit mehr als 30 Jahren an. Japan warf dem IWC ebenfalls vor, diese eigentlich kurzfristige Regelung zu missbrauchen.

"Die Wissenschaft ist sich einig: Es gibt einige Walarten, deren Populationen groß genug sind, um sie nachhaltig zu fangen. Dies gilt sowohl für den kommerziellen Walfang, als auch für den Fang durch indigene Methoden", so die Begründung der Japanischen Delegation. 

Außerdem ruft Japan zu einem grundsätzlichen Umdenken im Umgang mit dem Walfang auf. Die Jahre der "Intoleranz und Konfrontation" zwischen Befürwortern und Gegner müssten enden. 

Was plant Japan?

Der Vorschlag beinhaltet, dass alle IWC-Mitgliedstaaten befugt sein sollen, im Rahmen einer bestimmten Quote Wale zu jagen. Dies soll gelten, wenn der Vorschlag mit einer einfachen Mehrheit, statt wie bisher mit einer Zweidrittelmehrheit in den Parlamenten angenommen werden würde. Diese Änderung würde es Japan einfacher machen, ein Ende des Verbotes zu beschließen.

Wie reagierten andere Länder des IWC?

Australien und Neuseeland reagierten mit Ablehnung. "Die Bürger Australiens haben klar entschieden: Walfang ist nichts, das man im 21. Jahrhundert unternehmen sollte", so die australische Senatorin Anne Ruston. Es sei vollkommen egal, ob aus kommerziellen oder wissenschaftlichen Gründen, Australien wolle keine toten Wale sehen.

Neuseeland pflichtete Australien bei. Es sei jetzt kein Zeitpunkt, um einen Schritt zurück zu machen, so Neuseelands Außenminister Winston Peters. Das Land unterstütze weiterhin das Verbot.  


Fühlen

Es ist gerade sowas von egal, ob man die Arbeit von Daniel Kaiser-Küblböck gut fand – oder nicht
Die fiesen Kommentare müssen aufhören!

Ein Mensch ist wahrscheinlich tot. Das sollte eigentlich etwas sein, das uns alle traurig macht, denn dass jemand stirbt, das ist etwas, das vielleicht nicht für uns persönlich schwer ist – aber mindestens für einen anderen Menschen.

Aber irgendwas scheint anders zu sein, wenn dieser Mensch jemand ist, den einige lächerlich finden oder peinlich, den manche nervig finden oder anstößig. Irgendwas ist anders, wenn es jemand wie Daniel Kaiser-Küblböck ist.