Eigentlich hat die US-amerikanische Journalistin Jana Shortal am 6. September bloß die Nachrichten moderiert. Es ging um Jacob Wetterling, einen 11-jährigen Jungen, der 1989 entführt worden war. Kürzlich wurde seine Leiche gefunden (heute.de).

Ein tragischer Fall. So tragisch, dass es unmöglich ist, wenn eine Moderatorin Jeans trägt, während sie darüber berichtet. Skinny Jeans, um genau zu sein. Das jedenfalls fand die Kolumnistin C.J. der Zeitung Star Tribune (Minnesota Public Radio).

Jana Shortal während der Moderation am Dienstag:
(Bild: Screenshot KARE-11)

C.J. kritisierte Shortal für ihre unangebrachte Kleidung, die der trauernden Familie gegenüber respektlos sei. Noch mal: es geht um Jeans. Die Kolumne wurde mittlerweile von der Internetseite des Star Tribune genommen. Eine im Cache gespeicherte Version gibt es aber hier.

Von der Hüfte aufwärts habe Shortal fantastisch ausgesehen. Nur die Skinny Jeans hätten nicht funktioniert. "I was among a number of media types who found them inappropriate and, given the gravity of the day’s subject matter, downright jarring", schrieb C.J. Zudem warf sie Shortal vor, hip sein zu wollen, statt den Fokus auf die Berichterstattung zu legen (Jezebel).

Auch auf Twitter attackierte C.J. die Moderatorin wegen ihrer Kleidungswahl.

Als Antwort auf das ganze Theater schrieb Jana Shortal einen emotionalen Facebook-Post. Sie habe ihr bestes getan, um über Jacob Wetterlings tragischen Fall zu berichten. "You took that away. You made it about my pants." Shortal nannte keinen Namen, meinte aber mit ziemlicher Sicherheit C.J.

Wieder einmal geht es um die Frage, was frau tragen darf. Ja, Shortal zieht sich eher unkonventionell an. Jedenfalls im Vergleich zu den meisten anderen Journalisten, die die Nachrichten moderieren. Aber ist das wirklich etwas Schlechtes?

Twitter-Nutzer finden: Nein
Und Jana Shortal bedankt sich für die Unterstützung:

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