Bild: dpa/Uwe Anspach
Die drei wichtigsten Aussagen

Zu Mesut Özil, seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft und der daraus entstandenen Debatte um Deutschland, haben sich in den vergangenen Wochen viele Menschen geäußert. Auf Twitter haben beispielsweise Nutzerinnen und Nutzer mit dem Hashtag #metwo ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus aus dem Alltag beschrieben. 

Jetzt mischt auch Sänger Jan Delay mit und ist darum bemüht, etwas Ruhe in die Diskussion zu bringen.

Was sagt Jan Delay?

In einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" nimmt er Deutschland gegen pauschale Rassismusvorwürfe in Schutz. 

"Es gibt viele Länder, die das Prädikat 'rassistisch' viel eher verdienen, das Phänomen gibt es leider überall."

Für ihn sei Deutschland nicht "ein per se rassistisches Land". Die Debatte an sich hält Jan Delay für notwendig, damit werden seiner Ansicht nach aber nicht diejenigen erreicht, "die vor allem einen selbstgerechten Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund haben".

Was sagen Özils Mitspieler?

Manuel Neuer äußerte sich als erster Nationalspieler öffentlich:

"Es war viel hin und her und es wurde sehr viel darüber gesprochen und geschrieben. Dieses Thema ist natürlich eines, das nach dem Ausscheiden sehr anstrengend war für die, die alles gelesen haben."

Man müsse "wieder die Spieler da haben, die wirklich stolz sind, für die Nationalmannschaft zu spielen und alles dafür geben, für das eigene Land zu spielen, damit man wieder in die Erfolgsspur kommt". (bento

Thomas Müller kritisierte vor allem die Medien:

"Ein bisschen ist das eine heuchlerische Diskussion, die von den Medien sicherlich mitgetragen wird." 

Medien würden auf Auflage und Klicks bedacht sein, es sei immer nachgefragt und nachgebohrt worden. "Man hat das Thema aufgebauscht, jetzt hat man den Salat." (bento)

Toni Kroos kritisierte Özil für die Art und Weise des Rücktritts und die Rassismus-Vorwürfe:

"Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet."

Man setze sich immer wieder "aus Überzeugung für Vielfalt und Integration ein". Özil "war dafür ein gutes Beispiel." (bento)

Mit Material von dpa


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