Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa
Drei Tweets zum Jahrestag von Charlottesville

Mitten in der Hauptstadt Washington werden am Sonntag hunderte Neonazis und ultrarechte US-Amerikaner erwartet. Vor genau einem Jahr hatten sie in der Kleinstadt Charlottesville unter dem Motto "Unite the Right" schon einmal demonstriert. 

Damals wurde eine 32 Jahre alte Gegendemonstrantin getötet, als ein Neonazi sein Auto in die Gegendemonstration steuerte. 19 weitere Menschen wurden verletzt. (bento)

Doch es ist nicht US-Präsident Donald Trump sondern seine Tochter Ivanka, die am Sonntag bei Twitter ein klares Zeichen gegen den Rassismus der US-Rechten gesetzt hat. Sie schrieb:

Bei dem Aufmarsch in Charlottesville vor einem Jahr sei eine "hässliche Zurschaustellung von Hass, Rassismus, Fanatismus und Gewalt" zu beobachten gewesen. Für "weiße Vorherrschaft, Rassismus und Neonazismus" sei in den USA aber kein Platz, schrieb Ivanka Trump. Anstatt sich gegenseitig mit Hass, Rassismus und Gewalt niederzureißen, "können wir uns gegenseitig aufrichten, unsere Gemeinschaften stärken und versuchen, jedem Amerikaner zu helfen, sein volles Potenzial auszuschöpfen."

Ihr Vater hatte zum heutigen Aufmarsch der Ultra-Rechten lediglich geschrieben, er verurteile "alle Arten von Rassismus und Gewalt". Und: "Wir müssen als Nation zusammenstehen."

Wie hatte der Präsident vor einem Jahr reagiert?

Trump hatte Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichgesetzt und erklärt, Gewalt habe es auf "vielen Seiten" gegeben. Erst später sprach er von "abstoßendem" Verhalten der rechtsextremen Gruppen, dann aber wieder von "sehr gute Leute" unter den Rechtsextremisten. (SPIEGEL ONLINE)

Der Ku Klux Klan hatte den Präsidenten dafür gefeiert.


Gerechtigkeit

Wenn Almans so behandelt würden, wie sie andere behandeln
"Sorry, das wird heute leider nichts."

Rassismus ist nach wie vor Alltag in Deutschland – vermehrt diskutiert wird darüber besonders, seit Mesut Özil seinen Rücktritt mit Rassismus ihm gegenüber begründet hat.