Bild: epa/ Tolga Bozoglu
Touristen sollen in Hotels bleiben.

Bei einer Explosion im Stadtzentrum von Istanbul sind am Samstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere sollen schwer verletzt sein.

Was wir wissen:
  • Es soll sich um ein Selbstmordattentat handeln, bei dem mindestens vier Menschen mit in den Tod gerissen wurden. Das bestätigte der örtliche Gouverneur. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 36 Menschen verletzt, einige von ihnen schweben in Lebensgefahr.
  • Der Vorfall ereignete sich in der Istiklal-Straße – einer beliebten Einkaufsstraße im europäischen Teil der Metropole.
  • Auf den Fernsehbildern sind Verwundete zu sehen, die dort auf dem Boden liegen. Hubschrauber kreisten über dem Unglücksort, Rettungswagen rasten zur Detonationsstelle, Absperrungen verhinderten den Blick auf den Tatort.
  • Der türkische Außenminister Cavusoglu hat sich bereits geäußert und angekündigt, man werde weiterhin mit voller Härte gegen Terroristen vorgehen.
Was wir nicht wissen:
  • Unklar war zunächst die Identität der Opfer. Mehrere Verwundete sollen israelische Staatsbürger sein, teilte das israelische Außenministerium mit. Das Auswärtige Amt in Berlin prüft, ob auch Deutsche betroffen sind.
  • Bislang hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt. Ein Regierungsmitarbeiter machte die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK oder Verbündete dieser Organisation für die Explosion verantwortlich. Demnach soll der Attentäter ein anderes Ziel gehabt haben, wurde aber von der Polizei abgeschreckt und zündete dann in Panik die Bombe, schreiben mehrere Medien.
Vorfälle in der Türkei häufen sich:
  • Es war bereits das vierte schwere Attentat in der Türkei seit Beginn des Jahres.
  • Erst vergangenen Sonntag waren bei einem Anschlag in der Hauptstadt Ankara 37 Menschen gestorben. Eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK hatte sich dazu bekannt.
  • Das Auswärtige Amt in Berlin forderte deutsche Touristen in Istanbul dazu auf, in ihren Hotels zu bleiben.
  • Wegen einer Terrorwarnung sind die deutsche Botschaft in Ankara, das Generalkonsulat und die deutsche Schule in Istanbul seit Donnerstag geschlossen.
  • Im Januar hatte bereits ein Selbstmordattentäter zwölf deutsche Touristen mit in den Tod gerissen. Die Tat soll die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verübt haben.
Quellen:
  • "Attentäter reißt mehrere Menschen in den Tod" (tagesschau)
  • "Vier Tote und mehr als 30 Verletzte bei Anschlag" (Deutschlandfunk)

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