Bild: Jim Hollander/EPA/dpa
Was ist passiert?

Israel will 40.000 Flüchtlinge ausweisen und hat deshalb jetzt Abschiebebescheide an sie verschickt. Die Menschen werden darin aufgefordert, das Land bis März zu verlassen. Ansonsten droht eine Haft. Eine Sprecherin des Innenministeriums bestätigte die Berichte. (The Times of Israel / Tagesschau

Wer ist betroffen?

Männer aus Afrika, die unverheiratet und kinderlos sind. Wer bis Ende März freiwillig geht, der soll umgerechnet 2800 Euro und ein Flugticket bekommen.

Wie die "The Times of Israel" berichtet, gebe es einfach nicht genügend Gefängniszellen für diejenigen, die sich weigern, auszureisen.

Für Israel sind vor allem Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan illegale Einwanderer. Laut Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kamen rund 60.000 Flüchtlinge aus Afrika, 20.000 seien bereits abgeschoben worden. An der Grenze zu Ägypten gibt es mittlerweile einen Zaun.

Wie geht es jetzt weiter?

Ob die Menschen noch eine Möglichkeit haben, doch zu bleiben, ist unklar. In Israel gibt es verstärkt Widerstand von Prominenten – darunter Schriftsteller, Holocaust-Überlebende und Akademiker. Sie veröffentlichten einen Protestbrief. 


Gerechtigkeit

Was weißt du über die Berliner Mauer?

Sie teilte Berlin und das ganze Land in zwei Hälften, Familien wurden zerrissen, Freunde getrennt: Die Mauer. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland mehrere Jahrzehnte lang geteilt, im Westen lag die BRD, im Osten die DDR. Um Bürger an der Ausreise zu hindern, hatte die DDR-Regierung die Grenzmauer aufbauen lassen.

10.315 Tage hielt diese Mauer, von 1961 bis 1989. 

Eine verdammt lange Zeit, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Deutschen gebrannt hat. Bis heute spüren wir die Folgen dieser Trennung, bis heute gibt es Stereotypen vom Ossi und vom Wessi, bis heute sind die Löhne im Osten niedriger als im Westen.

Aber am Montag sind es ebenfalls 10.315 Tage, seit die Mauer nicht mehr steht. Deutschland ist heute vereint, in Berlin erinnern Gedenkstätten und Pflastersteine im Boden an den einstigen Grenzverlauf.