Bild: dpa/Julian Stratenschulte
Sie sollen einen schweren Anschlag geplant haben.

Die Polizei hat bei einer Großrazzia sechs mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) festgenommen. Sie werden verdächtigt, "einen Anschlag mit Waffen oder Sprengstoff auf ein öffentliches Ziel in Deutschland vorbereitet zu haben". Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag mit. Der Anschlag soll aber noch nicht im Detail durchgeplant gewesen sein. (SPIEGEL ONLINE)

Wo fand die Razzia statt?
  • Die Beamten durchsuchten am Dienstagmorgen zeitgleich mehrere Wohnungen in Kassel, Hannover, Essen und Leipzig.
  • Insgesamt wurden etwa 500 Beamte eingesetzt, sie durchsuchten acht verschiedene Wohnungen.
  • Es wurden Mobiltelefone, Laptops und Unterlagen beschlagnahmt. (Die Welt)
Gegen wen wird ermittelt?
  • Es geht um sechs Syrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren. 
  • Vier von ihnen halten sich seit Dezember 2014 und zwei seit dem Spätsommer 2015 als Asylbewerber in Deutschland auf. 

Alle werden wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung – also dem IS – und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verdächtigt. Weitere Angaben wollten die Behörden zunächst nicht machen.

Wie wurde die Polizei auf die Syrer aufmerksam?

Laut Informationen der Welt kamen die Hinweise von Flüchtlingen. Sie berichteten den Behörden von den Männern, die unter falscher Identität nach Deutschland eingereist waren. Demnach sollen sie in Wirklichkeit in Syrien als IS-Kämpfer aktiv gewesen sein. 

Die Ermittler konnten schließlich herausfinden, dass alle sechs tatsächlich untereinander vernetzt waren – und offenbar weiter radikalen Einstellungen anhängen.


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