Bild: dpa / Yuri Kochetkov

Die USA haben nach eigenen Angaben ein mutmaßliches Mitglied des "Islamischen Staates" getötet. Der Mann soll Verbindungen zu zwei Attentätern von Paris gehabt haben. Das berichtet unter anderem der "Guardian".

Charaffe al-Mouadan sei bei einem Luftangriff der USA an Heiligabend getötet worden, sagte der Sprecher des Pentagon, Col Steve Warren. Bei ihm soll es sich um einen 27-jährigen Franzosen handeln, er habe eine direkte Verbindung zu Abdelhamid Abaaoud gehabt.

Abaaoud gilt als Drahtzieher der Anschläge in Paris vom 13. November, die französische Polizei töteten ihn wenige Tage nach den Anschlägen in einer Wohnung in der Nähe des Stade de France in Paris (bento).

Abdelhamid Abaaoud in einem Propagandavideo des IS(Bild: Reuters)

Der jetzt getötete Al-Mouadan habe weitere Attacken auf den Westen geplant, sagte der Pentagon-Sprecher. Er sei auch ein Freund des Attentäters Samy Amimour gewesen, berichtet der "Guardian" weiter.

Amimour war einer der Männer, die im Konzertsaal Bataclan 90 Menschen getötet hatten. Die beiden waren bereits 2012 gemeinsam wegen Verschwörung zu terroristischen Akten angeklagt worden, 2013 könnte al-Mouadan dann nach Syrien ausgereist sein, berichtet der "Guardian".

Überlebende des Attentats im Bataclan gaben den Ermittlern offenbar Hinweise auf al-Mouadan: Dem "Guardian" zufolge habe ein Überlebender einen der Attentäter von “Souleymane" reden hören. Das soll der Spitzname al-Moudans gewesen sein.

Bei amerikanischen Luftangriffen sind in den vergangenen Monaten nach Angaben der USA insgesamt zehn IS-Anführer getötet worden. Darunter soll demnach auch Abdul Qader Hakim sein. Auch er habe Verbindungen zu dem Netzwerk gehabt, das die Anschläge von Paris vorbereitet habe.

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