Die Einwohner wollen aber nicht, dass sie sterben.

Die irische Kleinstadt Ennis wird gerade von einer Herde Ziegen terrorisiert, die sich "fortpflanzen, als gäbe es kein Morgen", wie Mary Howard von der Bezirksverwaltung es beschrieb – und das schon seit Wochen. (Irish Examiner)

Mittlerweile leben mindestens 22 Ziegen in der Stadt im Westen Irlands, wo sie auf parkende Autos hüpfen und schon beinahe Unfälle verursachten. Die Anwohner nervt das: Mary Howard sagte dem "Irish Examiner", es herrsche "große Frustration" in der Bevölkerung wegen der Ziegen. Bezirksrat Johnny Flynn, der wegen seines Einsatzes schon "Ziegen-Flynn" genannt wird, sagte, das Problem müsse dringend angegangen werden. 

Was passiert jetzt mit den Ziegen?

Die frei herumlaufenden Ziegen sind nicht nur eine Gefahr für die Umwelt, sondern auch für sich selbst: Zwei der Tiere starben vor kurzem durch einen Stromschlag, als sie einem Umspannwerk zu nahe kamen. Eine weitere Ziege aus der Herde wurde hingegen adoptiert.

Obwohl die Einwohner von Ennis nicht glücklich sind mit ihren neuen vierbeinigen Nachbarn, wollen sie nicht, dass die Ziegen eingeschläfert werden. In der Bezirksverwaltung denkt man deshalb jetzt darüber nach, die männlichen Ziegen zu kastrieren (Independent). So würde die Herde wenigstens nicht noch weiter wachsen – und irgendwann die Kontrolle über die Kleinstadt übernehmen. 

Für mehr Sicherheit sollen zunächst Warnschilder sorgen, die an den anliegenden Straßen jetzt aufgestellt werden sollen. Außerdem soll gemeinsam mit lokalen Tierheimen überlegt werden, wie die Ziegen auf tiergerechte Art und Weise aus der Stadt entfernt werden können. 


Gerechtigkeit

Hans hat im Netz auf Nazi gemacht - das ist passiert
Wie er es in ein rechtes Netzwerk schaffte – und warum er beinahe süchtig wurde vom Hass.

Ein Jahr lang postete Hans rechte Kommentare unter Artikel über Angriffe auf Flüchtlinge, er likte rassistische Tweets und beschimpfte irgendwelche YouTuber und Blogger im Internet. Er tat das auf Befehl – und über Fake-Accounts. Er war Teil der rechten Internetplattform "Reconquista Germanica". Die Trollfabrik wurde von einem rechtsextremen YouTuber mit dem Decknamen Nikolai Alexander gegründet. Die Mitglieder des Netzwerks sprechen sich ab, um unliebsame Seiten und Personen mit möglichst vielen Hass-Kommentaren zu überschwemmen.

Hans war undercover dort unterwegs, für das Netzwerk "Funk" von ARD und ZDF.  "Funk" wollte für eine Doku herausfinden, wie diese Hetzkampagnen entstehen, ob sie überhaupt organisiert sind. Hans ist sein Deckname, auch in der Doku. Wir haben mit dem 28-Jährigen darüber gesprochen, wie man ein rechter Undercover-Troll wird, warum das süchtig machen kann und ob Jan Böhmermann vielleicht die Lösung haben könnte.