Bild: dpa/Wolfgang Kumm
Drei Fragen, drei Antworten

Der Streit zwischen den USA und Iran geht weiter: Am Wochenende hatte der iranische Präsident Hassan Ruhani die USA gewarnt, einen Wirtschaftskrieg anzuzetteln. Darauf hin schickte US-Präsident Donald Trump auf Twitter eine Nachricht in Großbuchstaben. Kernbotschaft: Droh uns noch einmal, und du bereust es! (bento)

Nun hat Irans Außenminister Dachawad Sarif auf Twitter geantwortet – ebenfalls mit einer Drohung, ebenfalls in Großbuchstaben.

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Was hat er geschrieben?

Iran lasse sich von dem "Geheul" des US-Präsidenten nicht beeindrucken, schrieb Sarif. Den Iran gebe es seit Jahrtausenden und er habe schon "viele Imperien untergehen sehen". Auch mit den USA werde das so laufen. Wortgleich wie zuvor Trump und ebenfalls in Großbuchstaben fügte Sarif eine Warnung hinzu: "Sei vorsichtig".


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Was war zuvor passiert?

Die USA und Iran befinden sich seit längerem im Streit. Trump hat im Mai den 2015 gestarteten Atomdeal zwischen Iran und mehreren westlichen Staaten einseitig gebrochen (bento). Seither verschärfen er und seine Berater ihren Kurs gegen Iran. Neue Sanktionen wurden eingesetzt. Die iranische Regierung verschärft entsprechend ihre Rhetorik.

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Warum ist das wichtig?

Trump war noch nie ein Präsident leiser Töne – doch Kriegstreiberei via Twitter könnte die Lage mit Iran eskalieren lassen. Die USA haben derzeit ein aktives Interesse an einem Konflikt, und ignorieren dabei die liberalen Töne in Iran. Vor allem Trumps Sicherheitsberater John Bolton will einen Krieg.

Das hat der konservative Hardliner sogar in Reden offen zugegeben:

Die USA haben in der Vergangenheit bereits Kriege in Afghanistan, im Irak und in Libyen geführt – auch im Jemen und in Syrien engagieren sie sich militärisch. Kein Eingreifen hat die Region bisher sicherer gemacht, islamistische Milizen wurden im Gegenteil noch gestärkt.

Ein Krieg mit Iran wäre nochmal deutlich verheerender: Das Millionenland hat eine intakte und hochgerüstete Armee, die Bevölkerung stünde im Zweifel hinter dem Regime.


Fühlen

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