Anfangs wirkte er wie ein Schreckgespenst, inzwischen ist er ein ernstzunehmender Kandidat im Rennen um das US-Präsidentschaftskandidatur: Falls Donald Trump die Wahl im November tatsächlich gewinnen sollte, haben zahlreiche Amerikaner bereits angekündigt, das Land verlassen zu wollen – zum Beispiel Whoopi Goldberg.

Eine kanadische Insel hat sich das Vorhaben jetzt als Werbegag zunutze gemacht: Auf der Website "Cape Breton If Donald Trump Wins" wird dafür geworbenen, dass die betroffenen Amerikaner einfach auf die Insel ziehen könnten. "Hi Americans! Donald Trump may become the President of your country! If that happens, and you decide to get the hell out of there, might I suggest moving to Cape Breton Island!", lautet die Begrüßung.

Seitenhiebe auf Trumps Forderungen

Im Folgenden werden die Vorzüge der Insel erklärt: kostenlose medizinische Versorgung, bezahlbare Wohnungen und niemand besitzt eine Pistole. Immer wieder gibt es amüsante Seitenhiebe auf Trumps Forderungen. So sei Cape Breton Island zum Beispiel ein Ort, "where women can get abortions, Muslim people can roam freely, and the only 'walls' are holding up the roofs of our extremely affordable houses".

Die Amerikaner sollten sich schon jetzt Gedanken machen, wohin sie ziehen könnten, falls Trump Präsident wird – "that way, on election day, you just hop on a bus to start your new life in Cape Breton".


Ganz uneigennützig ist das nicht. Cape Breton Island sei auf neue Bewohner angewiesen, heißt es auf der Website: "We are experiencing a bit of a population problem at the moment. We need people. We need you!"

Ironisch gemeinter Scherz oder clevere Marketingstrategie?

Ausgedacht hat sich das Projekt Rob Calabrese, ein Bewohner von Cape Breton Island; am Dienstag launchte er die Website, eigentlich aus Spaß. Inzwischen habe er aber bereits einige ernstgemeinte Anfragen von Amerikanern bekommen, sagte er CTV News.

Klickt man auf "Find Out More Here" am unteren Rand der Website, gelangt man auf die offizielle Seite des Tourismusbüros von Cape Breton Island, sie verzeichnet für die vergangenen Tage Tausende Besuche aus den USA. Vielleicht kommen in Zukunft ja zumindest ein paar mehr Touristen.

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