Ein Video soll den Aufprall des Tsunamis zeigen.

Was ist passiert?

Die indonesische Küstenstadt Palu ist nach einem starken Erdbeben von einem Tsunami getroffen worden. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie am Freitag hohe Wellen über eine Uferpromenade hereinbrachen. Viele Menschen gerieten in Panik. Befürchtet wurde, dass es Verletzte und Todesopfer gibt. Offiziell gab es dafür zunächst aber keine Bestätigung.

Die indonesischen Behörden hatten vor einem Tsunami gewarnt, die Warnung nach kurzer Zeit aber wieder aufgehoben.

Wie schlimm war der Tsunami?

Das Beben hatte nach neuesten indonesischen Angaben eine Stärke von 7,7. Der Sender Metro TV zeigte mit einer Handykamera gemachte Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie die Wellen auf Häuser treffen.

Die nationale Katastrophenschutzbehörde bestätigte am Abend (Ortszeit) lediglich, dass es sich um einen Tsunami mit etwa 1,5 Meter hohen Wellen handelte. Mehrere Häuser wurden weggeschwemmt. Sprecher Sutopo Nugroho sagte, eine Familie habe fünf Angehörige als vermisst gemeldet.

Wodurch wurde der Tsunami ausgelöst?

Zwei schwere Erdbeben hatten am Freitag kurz hintereinander die Insel Sulawesi erschüttert. Nach ersten Angaben der Behörden, kam dabei mindestens ein Mensch ums Leben. Mehrere Häuser wurden zerstört.

  • Das erste Beben hatte nach amtlichen Angaben die Stärke 5,9.
  • Es folgte das heftigere Beben mit einer Stärke von 7,7.
  • Das Zentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in etwa zehn Kilometern Tiefe, etwa 80 Kilometer nördlich der Stadt Palu.

Wo liegt Palu?

Die 350 000-Einwohner-Stadt Palu liegt an der Westküste von Sulawesi, einer der größten indonesischen Inseln.

Wie ungewöhnlich sind solche Beben in Indonesien?

Das Land liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort kommt es immer wieder zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Bei mehreren Beben auf der bei Touristen beliebten Insel Lombok kamen in diesem Sommer mehrere Hundert Menschen ums Leben.

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Mit einer App kann man Erdogan-Kritiker bequem per Handy anzeigen – deutsche Politiker stellen Strafanzeige
Zwei Fragen und Antworten zur türkischen Polizei-App

Es gibt eine App, mit der in Deutschland lebende türkische Kritiker des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan der Zentralbehörde der türkischen Polizei gemeldet werden können, das berichtet Report Mainz. Zwei FDP-Bundestagsabgeordnete haben nun wegen dieser App Strafanzeige beim Generalbundesanwalt gestellt. 

Was ist das für eine App?

Die App heißt "EGM", die Abkürzung steht für "Emniyet Genel Müdürlüğü" (Zentralbehörde der türkischen Polizei) und kann kostenlos im Google Play Store und im App Store heruntergeladen werden (Report Mainz).

Das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" hatte über einen in Deutschland lebenden Türken berichtet, der vor wenigen Wochen wegen eines Erdogan-kritischen Facebook-Eintrags per App angezeigt worden sei. Der Unbekannte, der ihn angezeigt habe, habe ihm sogar einen Screenshot der via App erstatteten Anzeige geschickt, hieß es in dem Bericht.

Der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom hatte im Interview ein Eingreifen der deutschen Behörden gefordert und die App als eine "digitale Gestapo-Methode" bezeichnet.

Warum haben jetzt FDP-Politiker Strafanzeige gestellt?

Weil ein "Verdacht auf Spionage" bestehe, das teilte das Büro des FDP-Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Nach Auffassung der FDP-Politiker haben sich Denunzianten mit einer Anzeige über die App möglicherweise in Deutschland strafbar gemacht. Der außenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Bijan Djir-Sarai forderte zudem: