Smombies 4ever <3

Von der U-Bahn zur Arbeit, vom Bett zum Bäcker, vom Parkplatz zum Restaurant: Ständig und überall muss man zu Fuß hingehen.

Doch anstatt – wie in früheren Epochen – die Zeit während des Gehens mit stumpfem Herumschauen totzuschlagen, kann der moderne Mensch sie mit dem ausfüllen, was er ohnehin am liebsten tut: aufs Smartphone gucken.

Diese neuen Möglichkeiten bringen jedoch auch Gefahren mit sich. 

Denn wenn die Augen aufs Smartphone gerichtet sind, sind sie logischerweise nicht auf die Umwelt gerichtet. Und das führt immer wieder zu Zusammenstößen und "Passen Sie doch auf"s von anderen Passantinnen und Passanten, oder dazu, dass man in die völlig falsche Richtung läuft.

Der moderne Mensch wäre allerdings nicht der moderne Mensch, wenn er dafür nicht auch eine Lösung finden würde. In diesem Fall heißt die Lösung: Smombie-Sonderspur. Und die litauische Hauptstadt Vilnius hat sie jetzt. (Merkur)

In Vilnius gibt es nun einen 300 Meter langen Gehweg mit weißen Pfeilen auf dem Boden, die Fußgängerinnen und -gängern den Weg weisen. Kein Aufblicken vom Smartphone nötig. Toll.

Wie man verhindern will, dass die Smombies untereinander kollidieren, ist allerdings unklar. Außerdem scheinen 300 Meter Sicherheitszone bei 401 km² Fläche auch ein wenig unzureichend. Ob es am Ende doch nur bei einer PR-Aktion bleibt (so wie schon 2014 in China (RP Online)), um Vilnius als "Technologiestadt" anzupreisen? Oder sich das Konzept doch auch auf andere Städte ausweiten wird?

Abwarten. Und bis dahin vielleicht doch ab und an mal vom Smartphone aufschauen.


Today

In Gießen ist ein vollbesetzter Bus in einen Wald gerauscht – der Fahrer war nicht an Bord

Der Bus war voller Fahrgäste, aber der Fahrer fehlte. Ein Linienbus in Gießen rauschte ungebremst in einen Wald. Vier Menschen haben sich leicht verletzt.

Wie konnte das passieren? 

Es klingt wie aus einem Cartoon: Der Bus hat sich am Samstag auf einer abschüssigen Straße in Bewegung gesetzt, als der Fahrer von außen einen Defekt beheben wollte. Ohne Fahrer an Bord rollte das Fahrzeug über einen Bürgersteig in den Wald.

Wie die Feuerwehr Gießen berichtet, sei der Bus erst nach rund 150 Metern im Dickicht zum Stehen gekommen. "Weil dort keine größeren Bäume standen, ist die Sache noch relativ glimpflich ausgegangen." 

Und wo war der Busfahrer?

Der 51-jährige Busfahrer hatte das Fahrzeug an einer Haltestelle gestoppt, weil das Kassiergerät nicht mehr funktionierte. Er zog eine der beiden Bremsen an und stieg aus, um den Fehler von außen zu beheben. 

Dann löste sich aber die Bremse und der Bus geriet ins Rollen. Beim Versuch, wieder zurück in den Bus zu gelangen, sei der Mann gestürzt und habe sich an der Schulter verletzt, teilte die Polizei mit.

Außer dem Fahrer wurden auch drei der mehr als 30 Fahrgäste leicht verletzt. Alle Fahrgäste konnten den Bus selbstständig verlassen. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von rund 40 000 Euro. 

Mit Material von dpa