Bild: David Giesbrecht/Sky/dpa
Mit den Vorwürfen gegen Kevin Spacey soll das nichts zu tun haben

"House of Cards" ist eine der beliebtesten Serien unserer Zeit, oft wird das Polit-Drama als Vorbild einer neuen Form von Serien-Machen hervorgehoben. Mit dem Ende der sechsten Staffel soll die Serie nun eingestellt werden, wie der Streamingdienst Netflix am Montag mitteilte.

Warum ist das wichtig?

Zeitlich fällt diese Bekanntmachung genau mit einem anderen Ereignis zusammen. Kurz zuvor waren Missbrauchsvorwürfe gegen Hauptdarsteller Kevin Spacey bekannt geworden. Der heute 46 Jahre alte Schauspieler Anthony Rapp sagt, Spacey habe ihn 1986 nach einer Party in sein Bett geholt und dem damals 14-Jährigen sexuelle Handlungen angeboten.

Spacey reagierte daraufhin mit einem Tweet, in dem er schreibt, sich an nichts mehr erinnern zu können. Gleichzeitig outete er sich und gab an, von nun an offen als schwuler Mann leben zu wollen. Dass Spacey diese beiden Punkte in seinem Statement verknüpfte, sorgte für viel Kritik. (bento)

Die Entscheidung, "House of Cards" enden zu lassen, soll jedoch nichts mit den Vorwürfen gegen Spacey zu tun haben: Eine Netflix-Sprecherin teilte mit, dass schon vor Monaten entschieden worden sei, dass die sechste Staffel der Serie die letzte wird. (NY Times)


Wie geht es jetzt weiter?

In einem weiteren Statement teilten Netflix und das Filmstudio hinter House of Cards mit, sie seien von den Nachrichten über Spacey "zutiefst aufgewühlt". Angestellte beider Firmen träfen sich derzeit mit Schauspielern und Crew-Mitgliedern um sicherzustellen, dass diese sich sicher fühlen. Kevin Spacey arbeite zur Zeit "wie geplant" nicht am Set. (NY Times)

Die Ausstrahlung der sechsten Staffel ist 2018 geplant. Ob es angesichts der aktuellen Ereignisse dabei bleibt, ist noch unklar.


Streaming

Wie realistisch ist die Mobbing-Szene in "Fack Ju Göhte 3"?

Ein Junge stellt sich vor die versammelten Schüler. "Justin, was ist das Schlimmste, was die anderen mit dir gemacht haben?", fragt seine Lehrerin. "Sie haben mich an meiner Unterhose aufgehängt", sagt der blonde Junge. Seine Peiniger hätten dann noch Fotos davon gemacht und sie in einer WhatsApp-Gruppe geteilt. Und um es noch schlimmer zu machen, hätten sie ihn in die Gruppe eingeladen – damit er den Spott miterleben muss.

Diese Szene stammt aus "Fack Ju Göhte 3", der Film ist gerade im Kino angelaufen. Er beschäftigt sich wie seine Vorgänger mit sehr vielen Problemen des Schulalltags. Dieses Mal eben auch mit Mobbing.

Doch wie realistisch ist die gezeigte Szene? Reagieren die Lehrer richtig?