Bild: Getty Images/Alexander Hassenstein
Und vier weitere Zitate zur Kritik an seiner Person

Es klingt wie eine Drohung: Bundesinnenminister Horst Seehofer, 69, hat Folgendes angekündigt: "Ich fange wahrscheinlich Ende August selbst das Twittern an". Das sagte er am Donnerstagabend in einer Bierzelt-Rede im oberbayerischen Töging am Inn. 

Die Begründung für sein Vorhaben, selbst zu twittern, klingt ganz nach US-Präsident Donald Trump:

"Ich sehe mich jetzt gezwungen, weil ich manche Wahrheiten sonst nicht unter eine breitere Bevölkerung bekomme", sagte Seehofer zur Erklärung und fügte schmunzelnd hinzu, der Landtagswahlkampf in Bayern werde nun "noch etwas bereichert". 

Aber er wolle "in einem anderen Stil" als Trump twittern. 

Was hat Seehofer noch gesagt?

  • Über seinen ersten Bierzelt-Auftritt nach der Regierungskrise freute er sich ganz besonders – endlich wieder ein Auftritt in der Heimat: "Sie glauben gar nicht, wie schön es ist, wenn man aus der Bundeshauptstadt ins gelobte Land zurückkommt."
  • Dann griff er seine Kritiker an: "Jetzt steht also der böse Seehofer vor Ihnen – der Mörder, der Terrorist, der Rassist", ruft er den mehreren hundert Besuchern zu. Und schimpft dann: "Genau diejenigen, die jeden Tag dafür eintreten, dass man in der Politik Anstand und Stil zu bewahren hat, überschütten mich mit Worten und Eigenschaften und Attributen, die weit unter der Gürtellinie liegen." Seehofer hatte darüber gescherzt, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag, 69 Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben worden waren. (bento)
  • Zum Beinahe-Koalitionsbruch wegen der Differenzen in der Asyl- und Flüchtlingspolitik sagte er: "Ich habe die Diskussion nicht ausgelöst."
  • Am Ende gab er sich trotz CSU-Umfragetief in Bayern (38 bis 39 Prozent) kämpferisch: "Ich habe die Diskussion nicht ausgelöst", sagt er rückblickend auf die schwere Regierungskrise wegen der Asyl- und Flüchtlingspolitik.

Während Seehofer seine Rede hielt, gab es einzelne Buhrufe. Ein junger Mann mit Trillerpfeife wurde schnell nach draußen geführt, wo zwei Dutzend Demonstranten gegen Seehofer protestieren.

Mit Material von dpa


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