Bild: Kay Nietfeld/dpa
Zwei Fragen, zwei Antworten zur Aussage

Fast zwei Wochen nach dem Beginn der Proteste in Chemnitz hat sich Innenminister Horst Seehofer noch immer nicht offiziell dazu geäußert. 

Nun soll er hinter verschlossenen Türen Verständnis für die Rechten geäußert haben.

Was hat Horst Seehofer gesagt?

Im Rahmen der CSU-Tagung im brandenburgischen Neuhardenberg sprach er über die Vorkommnisse in Chemnitz und zeigte Verständnis für die rechten Demonstranten, wie die "Welt" aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Laut dieser Quelle habe Seehofer gesagt, er habe "Verständnis, wenn sich Leute empören. Das mache sie noch nicht zu Nazis."

An erster Stelle stehe ein brutales Verbrechen, so Seehofer. Ob er danach noch die rechten Ausschreitungen thematisierte, ist nicht bekannt.

Als Grund, sowohl für das Chaos in Chemnitz, als auch für die schlechten Umfragewerte der CSU sehe Seehofer die Migrationsfrage. Sie sei die "Mutter aller Probleme in Deutschland." Dies wiederholte er auch gegenüber der Rheinischen Post. Der sagte er: "Wir haben erstmals eine Partei rechts der Union, die sich mittelfristig etablieren könnte, ein gespaltenes Land und einen mangelnden Rückhalt der Volksparteien in der Gesellschaft."

Was meint Seehofer mit den Aussagen?

In dem Interview sagte er, die genannten Probleme hätten "nicht nur" mit der Migrationskrise zu tun, "aber die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme in diesem Land", so Seehofer. 

Grund hierfür sei, dass viele Menschen ihre sozialen Sorgen mit der Migration von Geflüchteten verbänden. Zudem gestalte sich eine europäische Lösung der Verteilung von Migranten weiter schwierig. Als Beispiel nannte er das Abkommen mit Italien. "Für jeden Flüchtling, den wir abgeben, sollen wir einen anderen aufnehmen. Das ist ein Nullsummenspiel, das schafft zwar Ordnung aber keine Begrenzung", so Seehofer.

Mit Material von dpa.


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