Bild: dpa/Barbara Gindl
Zwei Antworten zu seiner Entscheidung

Zwei Initiativen aus Köln und Berlin haben eine Nominierung für den Deutschen Nachbarschaftspreis abgelehnt – weil sie nicht auf Horst Seehofer treffen wollen (bento). Wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag mitteilte, soll Seehofer seine Schirmherrschaft jetzt zurückgezogen haben.

Wie begründet Horst Seehofer seine Entscheidung?

Das Bundesinnenministerium veröffentlichte auf Twitter einen Auszug aus dem Schreiben von Horst Seehofer an Michael Vollmann, den Geschäftsführer der "nebenan.de"-Stiftung. Darin schreibt er:

"Im März 2018 habe ich als Bundesinnenminister die Schirmherrschaft und die Jurypartnerschaft für den Deutschen Nachbarschaftspreis von meinem Vorgänger, Dr. Thomas de Mazière, übernommen.

Ich halte es für wichtig, das Ehrenamt, den Zusammenhalt und ein demokratisches Miteinander in Deutschland voranzubringen. Toleranz, Mitmenschlichkeit und Offenheit sind Grundlage und Richtschnur der Politik des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat.
Ihre Äußerungen, die Sie als Geschäftsführer der nebenan.de Stiftung im Zusammenhang mit dem Rücktritt zweier nominierter Preisbewerber gegenüber den Kollegen in der Bundesjury und den Medien getroffen haben, sind diskreditierend. Da Sie mir Toleranz, Mitmenschlichkeit und Offenheit absprechen, stehe ich für die Schirmherrschaft ab sofort nicht mehr zur Verfügung."

Auf welche Äußerungen bezieht sich Seehofer?

Kurz nach der Absage der beiden Initiativen, sagte Geschäftsführer Michael Vollmann, die Entscheidung "natürlich" zu bedauern, sie aber auch zu verstehen. Zum Schreiben Seehofers haben sich bisher weder die Stiftung noch Vollmann selbst geäußert.


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